Was kreucht und fleucht denn da? Was blüht in den Frühlingswiesen? Wie lassen sich erneuerbare Energien nutzen? Um Kindern die Möglichkeit zu bieten, einen (Schul-)Tag lang draußen in der Natur ganz praxisnah das Thema „Artenvielfalt“ aus verschiedenen Blickwinkeln zu entdecke, bietet der Zollernalbkreis alle zwei Jahre einen Umweltbildungstag an. Am Mittwoch tummelten sich in Schlatt sieben Klassen aus den Grundschulen Hechingen und Jungingen. Rund 150 Kinder machten sich auf, an sieben Stationen (siehe Infokasten) viel Wissenswertes über Landwirtschaft und Forst, Naturschutz, Wasser- und Bodenschutz vermittelt zu bekommen.

 

Premiere hatte der Umweltbildungstag 2017 in Trillfingen. Den Ort für die Neuauflage, „Im Ständel“ in Schlatt (von der B 32 in den Ständelweg am Kindergarten einbiegen und einfach ein Stück weiterfahren), war eigens so gewählt worden, dass eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in diesem Fall der HzL, bequem möglich war – und sowohl Wiese, Wald und Wasser in unmittelbarer Nähe liegen.

 

Die Fachleute des Landratsamtes, der Energieagentur und des Forstes gaben ihr Wissen gerne weiter. Der „Unterricht“ der Kinder ist schließlich auch für sie einmal eine schöne Abwechslung. Willi Griesser, Leiter des Umweltamtes im Zollernalbkreis, lud alle, Kinder und Lehrer, ein zu einer „richtig spannenden Runde“ mit vielen Informationen und der einen oder anderen Quizfrage.

 

Organisiert hatte den Unterrichtstag in der Natur Markus Zehnder, Fachberater für Obst- und Gartenbau, unterstützt von einem hilfreichen Team. Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn wusste den Aufwand der doch mehrwöchigen Vorbereitung zu schätzen.

 

Stärkung gab es am Schluss für alle. Ein Lagerfeuer lockte, Grillwürstle brutzelten, zu trinken war ebenfalls vorhanden. Und wer auf die Toilette musste, brauchte sich nicht in die Büsche schlagen. Es war extra ein mobiles Klohäuschen aufgestellt worden.

Sieben Stationen „Im Ständel“ in Schlatt


Das grüne Klassenzimmer „Im Ständel“ in Schlatt (den Ständelweg beim Kindergarten einfach weiterfahren) beinhaltete sieben Stationen:

Expedition ins Grünland: Welche Pflanzen gibt’s denn hier? Fragen rund ums landwirtschaftlich genutzte Grünland.

Pirschpfad: Wer erkennt die Tiere die sich (als Silhouetten) im Wald verstecken? Wissenswertes zu Lebensraum, Lebensweise und Nahrung.

Ameisen und Borkenkäfer: Was haben die beiden Tierarten miteinander zu tun? Hier geht es um die kleineren Bewohner des Waldes.

Mit dem Kescher in der Wiese: Bloß keine Scheu vor Krabbeltieren! Hier kommt die Becherlupe zum Einsatz.

Der Biber: Wie wird ganz tierisch ein Baum gefällt? An einem (ausgestopften) Biber wird dessen Lebensweise erklärt.

Boden als Filter und Puffer: Wie fließt Regenwasser durch die Schichten? Die Kinder modellieren unterschiedliche Böden nach.

Bau eines Aufwindkraftwerkes: Wie funktionieren erneuerbare Energien? Es wird fleißig gebastelt.