Rangendingen Musical „Coco“ erobert die Herzen im Sturm

Wer darf den Superstar „Coco“ auf der Bühne erleben? Alle – wenn man nur zusammenhält und die richtigen Wege findet. Das Jugendmusical endet mit einer einträchtigen Feier aller Beteiligten. Und so war’s auch in der realen Welt, als Jugendchor und Schülerchor des Sängerbundes Rangendingen das Stück aufführten.
Wer darf den Superstar „Coco“ auf der Bühne erleben? Alle – wenn man nur zusammenhält und die richtigen Wege findet. Das Jugendmusical endet mit einer einträchtigen Feier aller Beteiligten. Und so war’s auch in der realen Welt, als Jugendchor und Schülerchor des Sängerbundes Rangendingen das Stück aufführten. © Foto: Christoph Schoder
Rangendingen / Christoph Schoder 07.05.2018
„Coco“ eroberte die Herzen im Sturm. Das Publikum war von der Aufführung des Rangendinger Jugend- und des Kinderchores hingerissen.

Was tut man nicht alles, um seinem Star nahe zu sein? Diese Frage stellt sich allen Schülern und Schülerinnen, als der Manager von Superstar „Coco“ bei ihnen in der Schule auftaucht – und genau einen einzigen Backstagepass für das einzige Konzert in der Stadt dalässt. Klar, dass dies in der Bildungsanstalt für Wirbel sorgt.

Wie das ausgeht, erzählt das gleichnamige Kindermusical, das der Jungendchor und der Schülerchor des Sängerbundes gemeinsam aufführten. Anlass war das gemeinsame Jubiläum des Vereins und des Jugendchors.

Der Sängerbund besteht seit 175 Jahren, der Schülerchor seit etwas über 50 Jahren und der Jugendchor seit 30 Jahren.

Seit Herbst des vergangenen Jahres wurde fieberhaft geprobt, um die Choreografie, die Texte und die Soli in den Griff zu bekommen. Und das hatten die Akteure auch – alles im Griff.

Das bestätigte auch der Vorsitzende Armin Glatz am Schluss des Musicals. „Sie können es nicht sehen“, sagte er ans Publikum gewandt, „aber unser Michael Binder hier vorne grinst. Dann ist er zufrieden!“

Wer Chorleiter und Dirigent Michael Binder kennt, der weiß, seine Anforderungen an sich selbst und an seine Sänger sind gleichermaßen hoch. Und so gleicht die Aussage von Vorstand Armin Glatz einem musikalischen Ritterschlag der Nachwuchssänger.

Doch zurück zur Handlung des Stücks: Nachdem die Backstagekarte an die Schulleitung übergeben wurde, beschließt das Lehrerkollegium, den Schüler mit der besten Leistungen zu Cocos Auftritt zu schicken. Um herauszufinden, wer das ist, wird ein Casting ausgelobt. Schnell bilden sich Gruppen unter den Kids. Jede beansprucht den Preis für sich. Die Mathematiker und Naturwissenschaftler wegen ihres herausragenden analytischen Denkens, die Sprachwissenschaftler wegen ihrer Sprachbegabung, die Sportler wegen ihres Teamgeistes und wegen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Und da sind dann natürlich auch noch die Künstler. Nur ein paar bleiben noch übrig. Die „Normalos“ ohne überragende Fähigkeiten und Chancen. Doch da rettet ein Missverständnis die Situation.

Als Dank für die Überraschung der Schüler zu ihrer Silberhochzeit, organisiert das Hausmeisterehepaar eine Liveübertragung des Konzertes in die Schule. So können alle gleichzeitig mit dabei sein. So wie das Stück im Stück endete dann auch das Musical selbst: Mit Ovationen an die Darsteller. Unüberhörbar forderten die Zuhörer nach dem Finale eine Zugabe ein.

Der spezielle Dank des Vorsitzenden Armin Glatz ging vor allem an die Jugendleiterin Rosa Hautmann und ihr Team für die organisatorische Leitung und Vorbereitung dieses tollen Kindermusicals.

30

Akteure verhalfen dem Musical zum Erfolg. „Coco“ ist Teil der Konzertreihe des 175-jährigen Sängerbund-Jubiläums. Das Ensemble bereitete sich seit Herbst auf das Stück vor.