UMFRAGE: Ein Abend für die Heimat und den Weitblick

"Ich heiße selber auch Friedrich": Fritz Flad feierte mit dem Namensvetter.
"Ich heiße selber auch Friedrich": Fritz Flad feierte mit dem Namensvetter.
ANDREA SPATZAL/HARDY KROMER 26.01.2012

Für die HZ war es eine Premiere, für die rund 60 Gäste eine positive Überraschung: Die erste Autorenlesung in den HZ-Redaktionsräumen kam gut an.

"So was dürfte ruhig öfter stattfinden", findet Matthias Linckersdorff. Seiner Meinung nach identifizieren sich die Menschen in der Region sehr mit dem geschichtlichen Hintergrund, dessen Wahrzeichen die Burg Hohenzollern ist. Für sie, "aber auch für die vielen Burgbesucher", sollte es in Hechingen mehr Angebote geben. Der HZ würde er gern die Rolle der "Impulsgeberin" zuschreiben.

Fritz Flad war zusammen mit seiner Frau Anneliese aus Hausen im Killertal herab gekommen, um bei der Friedrich-Geburtstagsfeier dabei zu sein - "weil ich ein stolzer Hohenzoller bin". Als solcher, so Flad, sei er selbstverständlich auch an der preußischen Geschichte interessiert - "und etwas Neues erfährt man ja immer". Als "stolzer Hohenzoller" würde sich Fritz Flad übrigens auch wünschen, dass bei Neujahrssitzungen des Kreistages auch dann das Hohenzollernlied gesungen wird, "wenn sie im Württembergischen stattfinden".

Ein weiterer Grund, warum Flad zu unserer Veranstaltung gekommen ist, liegt auf der Hand: "Ich heiße selber ja auch Friedrich."

Das Duckstein-Bier erhielt übrigens ein Sonderlob aus dem oberen Killertal: "Süffig. Nicht dünn. Nicht bitter."

"Ausgesprochen anregend" fand Margret Fecker aus Hechingen, die mit ihrem Mann Gerhard gekommen war, den Abend in der HZ-Redaktion. Fakten, von denen man viele schon gekannt habe, seien von Uwe Oster "so unterhaltsam dargeboten worden, dass man meinte, sie seien neu", kommentiere sie. Besonders gut gefiel dem Ehepaar Fecker auch, dass der Vortrag "sprachlich ausgesprochen geschliffen formuliert" gewesen sei.

"Ich bin an Preußen interessiert, zumal wir ja hier in der Hohenzollernstadt Hechingen sind", begründete Dr. Bernhard Dirr sein Kommen. "Und Uwe Oster ist ein renommierter Sohn unserer Stadt, von dem man hier authentisch informiert wird."

Und Friedrich der Große? An dem 300 Jahre alten König fasziniert Dr. Dirr, "dass er schon damals den Weitblick hatte, Preußen als Einwanderungsland darzusellen, in dem "jeder nach seiner Facon selig werden" durfte.