Jungingen Über 7000 Besucher unterm Himberg

Ruhige Szenen wie diese gab’s zwar ebenfalls im Junginger Freibad, vor allem an den Vormittagen, aber sie waren in diesem Sommer deutlich seltener als sonst.
Ruhige Szenen wie diese gab’s zwar ebenfalls im Junginger Freibad, vor allem an den Vormittagen, aber sie waren in diesem Sommer deutlich seltener als sonst. © Foto: Archiv
Jungingen / Ernst Klett 01.09.2018
Alle Freibäder vermelden Rekordzahlen angesichts des Supersommers. Auch Jungingen, das mehr als andere wetterabhängig ist.

Kenner und Liebhaber wissen es: Das Freibad im Killertal ist zwischen Köhl- und Himberg ausnehmend idyllisch gelegen, es hat eine bestens gepflegte Außenanlage, die zu allerlei Kurzweil einlädt, einen prima Kiosk mit Fremdbewirtung – aber das Wasser wird halt leider auf energiesparende Weise erwärmt, nämlich von der lieben Sonne. Das hat in manchen Jahren doch eklatante Nachteile für Betreiber wie Besucher. Bei Kälte und Regen bleibt das „Bädle“ geschlossen, weil sich eine Öffnung nun wirklich nicht lohnen würde.

Tage wie diese allerdings waren in der Badesaison 2018  eher die Ausnahme. Im Junginger Rathaus kommt man regelrecht ins Schwärmen, wenn die HZ nach der vorläufigen Besucherbilanz fragt: „Wir sind super zufrieden!“ Verena Meziane, als Leiterin von Kämmerei und Liegenschaftsamt zuständig für die Schwimmbäder der Gemeinde, kann die Euphorie flott belegen: Deutlich über 7000 Besucher vermerkt die Liste. Die Zahl muss noch aktualisiert werden, weil sie bereits wieder zwei Wochen alt ist. Es können also durchaus noch einige hinzukommen, schließlich hat der Jahrhundertsommer in den vergangenen 14 Tagen nur leicht geschwächelt, und es waren immer noch Schulferien.

Schwerpunkt auf Saisonkarten

Die Sieben steht aber so fest wie selten in der Bilanz. Zum Vergleich: Das Jahr 2017, als der Sommer eigentlich auch ganz gut war, ist in den Büchern der Gemeinde fürs Freibad mit 5500 Badegästen vermerkt. Die Zahlen übrigens sind immer etwas gerundet, weil man im Killertal insbesondere auf Saisonkarten setzt. Das macht die Sache für die Kämmerei unterm Strich günstiger. Die Dauerkarten sind vergleichswesie extrem billig in Jungingen. Aber es gibt trotzdem und weiterhin noch zahlreiche Besucher, die lieber den teuren Einzeleintritt zahlen.

Das Finale fürs Bädle ist just an diesem Wochenende. Denn der Wetterumschwung ist da, und das bedeutet: Saisonschluss! Am Sonntag ist definitiv die letzte Möglichkeit, um das Junginger Erfrischungswasser zu genießen. Wenn die Vorhersagen stimmen, darf man sich den Tag auch wirklich noch fürs Schwimmvergnügen vormerken. Geöffnet ist zwar nur bei gutem Wetter, aber das Badpersonal und die Gemeinde halten es so, dass im Zweifel mutig aufgemacht wird – und dann halt früher geschlossen wird, wenn partout niemand kommt.

Auf diese Weise hatte man 2018 denn auch deutlich mehr Öffnungstage als 2017, lässt Verena Meziane wissen. Die Durchschnittswerte: An ungefähr 90 Tagen im Jahr ist Freibadzeit in Jungingen, und da ist etwa an zwei Dritteln der Tage auch geöffnet.

Alte Rohre halten durch

Die Saison 2018 war nicht nur bombastisch wegen der vielen Menschen, die sich in direkter Nachbarschaft der Starzel getummelt haben. Auch die Technik hat brav ihren Dienst getan. Das ist natürlich keine Frage bei der vor zwei Jahren komplett erneuerten Reinigungsanlage. Das Projekt hat die Gemeinde dank der starken finanziellen Unterstützung des mittlerweile aufgelösten Fördervereins und nach Überwindung einiger Skrupel erfolgreich bewältigt. Durchgehalten haben vor allem die Rohre rund ums Becken, die noch aus den Vorzeiten stammen.

Das ergibt also ohne jeden Zweifel eine Superbilanz für 2018 im Freibad Jungingen. Und jetzt? Geduld, Geduld. Mit der üblichen Pause zwischendrin macht im Herbst das Hallenbad auf.

Die letzte Gelegenheit fürs Schwimmvergnügen

Zwei Tage noch Toreschluss in Jungingen! Die Freibadsaison dauert nur noch bis diesen Sonntag, 2. September. Bleiben zwei Tage. Theoretisch. Sollte heute, Samstag, kein Badewetter sein, kann man sich die Anfahrt nämlich sparen. Im Zweifel gibt’s Auskunft unter der Telefonnummer 07477/151 814. Der Sonntag soll nochmal sommerlich sein, also nur los. Die Öffnungszeiten: täglich 13 bis 20 Uhr (letzter Einlass um 19.30 Uhr).

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