Das Flugspektakel des Modellfliegerclubs Hohenzollern begann am Samstag bei traumhaften äußeren Bedingungen, mit einem richtigen Hingucker. Der Hohenzollerncup für Modellfallschirmspringer zeigte echten Luftfahrtsport, der die zahlreichen Zaungäste regelrecht in ihren Bann zog.

Insgesamt 39  Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Tschechien, Schweiz, Holland und Österreich hatten für diesen internationalen Wettbewerb gemeldet. Die Veranstaltung zählt mit zur European Para Trophy für ferngesteuerte Fallschirmkameraden. Nach sechs Wettbewerben steht der Europameister fest. Mit einem Schleppflugzeug wurden die Modellfallschirmspringer auf Höhe gebracht und klinkten dann ferngesteuert aus. Die Flughöhe der Schleppflieger variierte zwischen 350 und 400 Meter, ehe der Fallschirmspringerpilot mit der Fernsteuerung am Boden das Kommando zum Ausklinken gab. Nach einem kurzen freien Fall öffnete sich der Schirm des mit Technik vollgestopften Fallschirmspringermodells. Im Anschluss lag es an dem Piloten,  Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Fallhöhe richtig einzuschätzen, um den sinkenden Kammeraden möglichst nah im Zentrum des Zielkreises zu platzieren.

Nach vier Wertungsdurchgängen standen die Sieger und Platzierten fest. Den 1. Platz in der Herrenwertung sicherte sich Patrick Klaile, vor Roberto Lellek und Daniel Kröger. Den undankbaren 4. Platz holte sich Lokalmatador Stefan Schuler aus Schlatt. Bester ausländischer Teilnehmer war Pieter Visser aus den Niederlanden mit Rang fünf.  Bei den Damen errang Saskia Visser aus den Niederlanden, gefolgt von Cornelia Boxdörfer und Linda Kessler.

Lokalmatador Philipp Schuler sicherte sich in der Jugendwertung  den 1. Rang, gefolgt von Noah Wiens und Roman Knappe. Die Sieger und Platzierten erhielten Pokale und Urkunden.

  Am Sonntag beim traditionellen Flugplatzfest mit Flugvorführungen zeigten die Piloten, was alles in den Flugzeugen steckt. Die mit Technik vollgestopften Fluggeräte konnten in einer Ausstellung am Boden bestaunt werden. Am Himmel zogen die ferngesteuerten Modelle ihre Loopings, flogen rücklings oder  in einem wahnsinnigen Tempo im Tiefflug über das Nasswasengelände an der B 27.

Viel Fingerspitzengefühl und Können verlangten den Piloten die turbinenbefeuerten Helikopter ab. „Vom Boden aus sind die Helikopter viel schwieriger zu fliegen, als ein echter Hubschrauber“, so einer der Piloten im Gespräch. Die optimalen äußeren Bedingungen rundeten ein gelungenes Flugplatzfest ab.