Es ist ein lustiges, ein unterhaltsamens und zugleich auch ein herziges Stück, das die Theatergruppe der Burladinger Narrenzunft Nautle am Samstag im Gauselfinger Pfarrsaal präsentierte: Die Welt der Tratschtanten Annelie Gugel und Hilde Hupf in ihrem etwas heruntergekommenen Mehrfamilienhaus ist in Ordnung. Die eine erfreut sich grenzenloser Neugier, die andere nippelt gerne am Eierlikör. Und jeden Mittag wird beim Kaffeeklatsch das Haus- und Stadtgeschehen durchgenudelt.

Seit 20 Jahren vermisst

Als ein Finanzhai den Bau kauft, um ihn abzureißen, gerät die kleine Welt ins Wanken. Die Tratschtanten sinnen auf Abhilfe, wollen, um Geld aufzutreiben, ein gesetzlich nicht ganz einwandfreies Eheanbahnungsinstitut einrichten, fallen mit dem Plan aber natürlich heillos auf die Nase. Wie es ausgeht? Am Ende kriegt sich nicht nur das anfänglich leicht verschüchterte Liebespaar des Hauses, sondern es stellt sich auch heraus, dass der seit 20 Jahren vermisste Verlobte von Frau Hupf gar nicht tot ist. Und ausgerechnet er ist... aber das sollte man sich besser selber ansehen.

Die Besucherzahl ließ am Samstag zu wünschen übrig, aber die erste Vorstellung des Nautle-Herbstheaters ist fast schon traditionell nie ausverkauft.

Schauspielerische Glanzleistungen

Die Aufführung glänzt durch eine ansprechende Geschichte, sie glänzt durch sowohl derb-saftigen wie auch feinsinnigen Humor. Und sie glänzt durch hervorragende schauspielerische Leistungen, die den Zuschauer immer mehr ins Geschehen hinein ziehen. Einige der Schauspieler ,verschwinden’ regelrecht hinter den Figuren, die sie darstellen. Am Schluss fühlt man sich in der Hinterhof-Welt von Anelie Gugel und Hilde Hupf so wohl und geborgeen, dass man am liebsten noch bleiben möchte. Unbedingt ansehen, es lohnt sich.

Info Es spielen Petra Kanz, Sandra Puccio, Andrea Winter,  Gabi Stauß, Edeltraud Dietrich, Marco Maier, Patrick Graf, Michael Entreß und Claudia Bürker. Regie: Edeltraud Dietrich und Tanja Maier.

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Zwei weitere Vorstellungen


Wiederholung Zwei weitere Vorstellungen gibt es am 16. November, 19.30 Uhr, und am 17. November, 15 Uhr. Jeweils im Pfarrsaal Gauselfingen.