Rangendingen / KS Zwei Jahre dauerte es bis das Konzert der Höchststufenorchester Rangendingen und Burladingnen zustande kam.

Blasmusik in ihrer ganzen Vielfalt boten die Musikkapellen Rangendingen und Burladingen beim Gemeinschaftsauftritt in der Rangendinger Festhalle.

Mehr als 300 Zuhörer lehnten sich zurück und genossen in vollen Zügen ein zweistündiges Konzert voller Klangpräsenz und gut dosierter Schärfen.

In ihren Grußworten lobten die beiden Vorsitzenden, Paul Wannenmacher aus Rangendingen und Elmar Schoser aus Burladingen, das Zustandekommen dieses lang ersehnten Gemeinschaftskonzerts der beiden Höchststufenorchester. Zwei Jahre seien nötig gewesen, um einen passenden Termin zu finden, hieß es.

Den ersten Teil gestaltete der Gastgeber. In dem Stück „Victory“, das Komponist Rossano Galante einer amerikanischen Krebsforschungs-Stiftung widmete, sind Lachen, Weinen und Glauben zusammengefasst.

Danach folgte zum 3D-Computeranimationsfilm „How to Train Your Dragon“ eine „Anleitung zum Drachenzähmen leicht gemacht“, zu der John Powell die Musik schrieb.

Kluge musikalische Schachzüge setzte das 75 Mitglieder starke Rangendinger Orchester in „Highlights from Chees“, einer Bearbeitung von Melodien aus dem gleichnamigen Musical, das Benny Andersson und Björn  Ulvaeus (Abba) komponiert haben.

Zum abschließenden Paradestück von monumentalem Charakter wurde die Interpretation von „Ross Roy“ – einer Villa im australischen Brisbane, die zugleich eine Schule ist. In der eindrucksvollen Ouvertüre von Jacob de Haan waren besonders jene Musiker gefordert, die im Blech rhythmisch exakte Einwürfe und Solis zu bringen hatten, während die Holzbläser schnelle Läufe zu meistern hatten.

Gerne kam das Orchester der vom Publikum geforderten Zugabe nach und spielte den von Lew Pollack im Jahr 1914 komponierten Rag „That’s a Plenty“.

Nach der Pause formierte sich auf der Bühne mit 56 Musikerinnen und Musikern ein wesentlich kleineres Orchester, das dem Rangendinger jedoch musikalisch in nichts nachstand. Der aus Franken stammende Musikdirektor Thomas Wunder führte den Taktstock mit sicherer Hand und legte großen Wert auf Dynamik und Interpretation der vier angesetzten Musikstücke, beginnend mit der Ouvertüre aus der Oper „Die diebische Elster“.

Als die Burladinger Moderatorin Nathalie Pfister anschließend das dreisätzige Werk „Theatre Music“ aus der Feder von Philip Sparke ankündigte und die Zuhörer auf einen Theaterbesuch mitnahm, bekamen gleich mehrere Solisten der Stadtkapelle die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Glanzlichter des Abends waren die Melodien aus dem Musical „The Phantom of the Opera“, die der Dirigent des Sängerbundes Rangendingen, Michael Binder, am Keyboard begleitete und manch einer mitsummte.

So schwungvoll das Konzert begann, hörte es mit dem Marsch „76 Trombones“ aus dem Musical „The Music Man“ auf. Die Programmansagerin gestand: „Zwar können wir zahlenmäßig nicht so viele Instrumente bieten, den Sound aber schon.“ Nach der Zugabe „Maxglaner-Zigeunermarsch“ brandete ein fast nicht enden wollender Applaus auf.

Wiedersehen in Burladingen?

Einladung In seiner Schlussrede lud Vorsitzender Elmar Schoser das Rangendinger Orchester zu einem weiteren Gemeinschaftskonzert ein – nach Burladingen. Dabei bedankte er sich bei den Rangendinger Vorsitzenden Uta Schoder und Paul Wannenmacher mit einem Vesperkorb und einem „albfrischen Fassbier“.