Gomaringen Streuobst-Aktion setzt jetzt auf Hochprozentiges

SWP 04.11.2013
Die Aktionsgemeinschaft "Schwäbisches Streuobstparadies" setzt nun auch aufs Brennen. Minister Alexander Bonde war dazu in Stockach zu Gast.

"Das Wort Streuobstparadies drückt gut aus, was die Streuobstwiesen sind: Sie sind durch die naturnahe Bewirtschaftung ein Paradies für viele Tier- und Pflanzenarten, sie sind mit ihren vielfältigen alten Obstsorten ein Paradies für Züchter, und sie sind für Erholungssuchende ein Paradies. Das Schwäbische Streuobstparadies will die vielfältigen Chancen des größten zusammenhängenden Streuobstgebietes nutzen und ihre Qualitäten stärker bekannt machen", sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Sonntag bei der Auftaktveranstaltung zum Thema Obstbrennerei unter dem Titel "Das Paradies brennt" in Gomaringen-Stockach.

Erfreulicherweise seien schon bei der Vereinsgründung alle wichtigen Bereiche vertreten. Die Mitglieder kämen aus den Bereichen der Grundstückseigentümer, Kommunen, Landkreise, des Hotel- und Gaststättengewerbes, der Naturschutzverbände, Obst- und Gartenbauvereine, Streuobstinitiativen, Fruchtsaftbetriebe und Brennereien. Minister Bonde: "Der neu gegründete Verein ist ein Bündnis, das von Anfang an breit aufgestellt ist und alle wichtigen Akteure an der Entscheidungsfindung und Umsetzung beteiligt."

Mit dem Wegfall des Branntweinmonopols ab 2018 werde es vor allem für die Brennereien wichtig, hochwertige Destillate gezielt zu vermarkten, um im Wettbewerb bestehen zu können, sagte Bonde weiter. Durch die weitere Vernetzung untereinander könne das Schwäbische Streuobstparadies dazu beitragen, dass Streuobst auch weiterhin zum Brennen genutzt werde.