So gewinnt man auch jene Kinder und Jugendlichen, die noch nicht mit dem Kinderfest-Virus infiziert sind: Unter dem Motto „Irma West hebt ab!“ wird es im nächsten Juli, genauer gesagt am Kinderfestsonntag, 19. Juli, einen Stratosphärenflug auf 40 000 Meter Höhe geben! Mit im Boot bei diesem Projekt sind die Hechinger Schulen.

Tradition pflegen und erhalten

Der Geschäftsführende Schulleiter Stefan Hipp ist begeistert, die Organisatoren Stefan Walter und Michael Löffler sind vorfreudig aufgeregt. Mit Recht. Mit ihrem Projekt starten sie in eine neue Kinderfest-Zukunft. Und genau darum geht es ein Stück weit – auch. Denn die Tradition des Irma-West-Kinder- und Heimatfests will nicht nur gepflegt sein, sondern auch erhalten bleiben.

Dazu ist es nach Meinung der Kinderfestverantwortlichen wichtig, auch über die eigentlichen Festtage hinaus stärker im Stadtleben präsent zu sein und damit eine (noch) stärkere Identifikation mit dem Kinderfest ­speziell bei den Schülern zu erzielen.

Darüber hinaus will die Irma-West-Gemeinschaft den Hechinger Schulen und deren Schülern etwas zurückgeben, schließlich spielen diese während des Festes jährlich eine zentrale Rolle – als Schauspieler bei der Festhandlung, beim Lampion- und beim Festumzug.

Heliumballon samt Sonde steigt in den Himmel

Was aber muss man sich denn nun vorstellen unter diesem Stratosphärenflug? Dazu wird am Kinderfestsonntag, nach dem Festzug, im Weiher ein mit Helium gefüllter Ballon in den Himmel aufsteigen. Unterhalb des Ballons wird eine Kapsel mit drei Kameras, diversen Sensoren und experimentellen Zugaben befestigt sein. Letztere wurden bis dahin in verschiedenen schulischen Projekten auf ihre Flugtauglichkeit hin überprüft. Die Kameras werden Bilder von Hechingen und dem Kinderfest aus der Stratosphäre hinab auf die Erde senden. Der komplette Aufstieg des Ballons wird etwa zwei Stunden dauern. In der Stratosphäre angekommen, wird der Ballon zerplatzen und die Kapsel mit Kameras, Sensoren und Beigaben an einem Fallschirm zurück auf die Erde schweben. Diese wird dann per GPS geortet.

Thema „Weltall“ in fast allen Schulen

In fast allen Hechinger Schulen ist das im nächsten Juli anstehende Großereignis unter dem Thema „Weltall“ in den unterschiedlichsten Projekten und Arbeitsgemeinschaften in den Lehrplan des aktuellen Schuljahrs integriert – altersgerecht, versteht sich. An den Grundschulen beispielsweise haben schon diverse Kunstprojekte begonnen. Am Hechinger Gymnasium startet an diesem Dienstag eine Forscher-AG. Das Organisationsteam der Irma-West-Gemeinschaft steht dazu schon seit Monaten im Austausch mit den Lehrern.

Neben den kreativen und den naturwissenschaftlichen Fächern ist das Projekt natürlich auch für die Bereiche Geschichte (Stichwort: erste Mondlandung) sowie Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit spannend.

Info Bei dem Stratosphärenflug im Rahmen des Kinderfests zum Einsatz kommt ein Heliumballon der Firma Stratoflights aus der Nähe von Köln. Diese sorgt unter anderem auch dafür, dass dem Ballon am Sonntag, 19. Juli 2020, von der Flugaufsicht die Starterlaubnis erteilt wird. Das wiederum ist vom Wetter abhängig.

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Wer finanziert das Projekt?


Der Stratosphärenflug wird einzig durch die finanzielle Unterstützung von Sponsoren möglich.

► Als Hauptsponsor konnte die
Irma-West-Gemeinschaft die Stadt Hechingen sowie die Hechinger Firma LS medcap GmbH gewinnen. Eine weitere Spende für das Projekt kommt von der Stiftung Kunst, Bildung und Kultur der Sparkasse Zollernalb.

► Wichtig: Das Projekt finanziert sich eigenständig und wird nicht durch den regulären Haushalt der Irma-West-Gemeinschaft gefördert.