Hechingen Startschuss fürs Friedrich-Jahr

Der Skiclub sang am Königsgrab das Hohenzollernlied. Foto: Franz Seeburger
Der Skiclub sang am Königsgrab das Hohenzollernlied. Foto: Franz Seeburger
Hechingen / ERNST KLETT 24.01.2012
Der Bundespräsident und der Preußen-Chef in Berlin, Uwe Oster in Hechingen bei der HZ: Heute startet das Jubiläumsjahr für Friedrich den Großen.

Philosoph und Voltaire-Kumpel, munterer Musikus, gnadenloser Kriegsherr. So langsam aber sicher wissen wir wieder alles über den so erfolgreichen und so seltsamen Preußenkönig. Möglich machts der runde Jahrestag: Heute vor 300 Jahren wurde Friedrich II., bestens bekannt auch als Alter Fritz, geboren. Und weil die Preußen zu guten Teilen ihren Ursprung auf der Burg hatten, ist das ein Grund des Erinnerns nicht nur für Potsdam und Berlin, sondern ebenso fürs Hohenzollerische.

Die HZ freut sich, heute die offenkundig einzige Veranstaltung zum Friedrich-Jahr organisiert zu haben: Der Hechinger Historiker und Autor Uwe Oster liest in den Redaktionsräumen aus seinem neuen Buch, das Friedrichs Verhältnis zum Vater, dem "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I., zum Inhalt hat, und aus diversen weiteren Schriften. Dazu gibts originale Flötenmusik mit passendem Getränk und Imbiss. Allerdings, liebe Leserinnen und Leser, ist die HZ restlos ausgebucht. Wir haben, so leids uns tut, kein Plätzle mehr frei. Im Gegenzug wird ausführlichst über den Hechinger Auftakt zum Friedrich-Jahr berichtet.

Das geht in Hohenzollern so richtig los beziehungsweise weiter erst im Herbst. Am Sonntag, 7. Oktober, reiht sich die Burgverwaltung unter die Gratulanten. Gehuldigt wird dem bekanntesten der Preußen-Könige - der gleichzeitig das prominenteste Mitglied der Familie Hohenzollern sei, wie man auf der Burg betont - mit "Königlichem Flanieren": Die Schau- und Prunkräumen des Wahrzeichens der Zollernalb sind ohne Führung zugänglich.

Derweil hat HZ-Leser Franz Seeburger in seinem Fotoarchiv gegraben und ist fündig geworden: Im Jahr 2007 war der Skiclub Hechingen herbstwandern in Brandenburg und hat dabei auch das Grab des Alten Fritz in Sanssouci besucht. Das war traditionell mit Kartoffeln garniert, weil der Preußenkönig doch die Erdäpfel so gefördert hatte. Die Hechinger wiederum schmetterten vor Ort alle drei Strophen des Hohenzollernlieds - "was manch anderen Besucher in Erstaunen versetzte", wie Franz Seeburger weiß. Aber nicht nur die allein: "Und seine Majestät vermutlich auch."

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