Hechingen Stadtmühle beschäftigt Verwaltungsgericht

Ein neues Gerüst vor dem Loch in der Wand des Stadtmühlen-Lagerschuppen signalisiert den Willen des Eigentümers zur Sanierung.
Ein neues Gerüst vor dem Loch in der Wand des Stadtmühlen-Lagerschuppen signalisiert den Willen des Eigentümers zur Sanierung. © Foto: Hardy Kromer
Hechingen / Hardy Kromer 16.08.2018
Eine Frist, die die Stadt Hechingen dem Eigentümer der alten Stadtmühle gesetzt hat, ist am Mittwoch abgelaufen.

Die alte Stadtmühle, ein „Schandfleck“ in der Hechinger Unterstadt, dessen Einsturzsicherung auch noch wertvolle Parkplätze kostet: Erst gestern war mal wieder in der HZ zu lesen, was die Anwohner von der Situation zwischen Oberer und Unterer Mühlstraße halten.

Eine rasche Änderung des unguten Zustandes ist nicht in Sicht. Zwar wollte Bürgermeister Philipp Hahn rasch Fakten schaffen und erließ im Juni eine Abbruchanordnung – aus Gründen der Verkehrssicherung, nachdem aus einem Anbau ein Stück Wand herausgebrochen war. Anfang Juli sollte es losgehen, die Bagger waren schon bestellt, da grätschte in letzter Minute der (türkische) Eigentümer des Komplexes dazwischen und rief das Verwaltungsgericht in Sigmaringen an. Und damit ist wieder einmal ein Hechinger Projekt in eine Warteschleife geraten.

Von Abbruch keine Spur

Endlos soll diese freilich nicht werden, wenn es nach der Stadtverwaltung geht. Im Rathaus hält man an der Aufforderung zum Abriss fest und hat dem Mühlenbesitzer eine Frist gesetzt, die am gestrigen Mittwoch, dem 15. August, abgelaufen ist. Von Abbruch indes keine Spur. Im Gegenteil: Wie zum Trotz wurde am Tag davor, am Dienstag, direkt vor dem Loch in der Wand des Lagerschuppens der Stadtmühle ein Gerüst aufgestellt, das nicht Abbruch, sondern Renovierung signalisiert.

Das Fingerhakeln zwischen Stadtverwaltung und Eigentümer dürfte also in eine neue Runde gehen.

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