Hechingen Marktplatz 3: Stadt buttert bei Abriss kräftig zu

Seit zwei Tage wird der Gewölbekeller des Gebäudes Marktplatz 3 von Archäologinnen aus Gerlingen untersucht. Es geht vor allem um die Frage, wie alt das zum Abbruch vorgesehene Haus sein mag. Dass sich im Boden Sensationen verbergen, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Seit zwei Tage wird der Gewölbekeller des Gebäudes Marktplatz 3 von Archäologinnen aus Gerlingen untersucht. Es geht vor allem um die Frage, wie alt das zum Abbruch vorgesehene Haus sein mag. Dass sich im Boden Sensationen verbergen, ist wohl eher unwahrscheinlich. © Foto: Ernst Klett
Hechingen / Ernst Klett 04.05.2018
Im Keller buddeln die Archäologen, aber klar ist, dass die Stadt den Abriss der früheren Unteren Apotheke finanziert.

Großes plant die EJL-Gruppe nicht nur am Obertorplatz, sondern ebenso am Marktplatz. Das Gebäude mit der Nummer 3 soll einem voluminösen Geschäfts- und Wohnkomplex weichen mit Anschlussbebauung in der Kaufhaus- und der Rabenstraße. Nachdem sich Stadt und Bauherr über Höhe und Fassade einig geworden sind, hatte der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit grünes Licht signalisiert.

Vollkommen einmütig hat das Gremium am Donnerstagabend seine Zustimmung gegeben für die finanzielle Unterstützung bei den Abbruchkosten: Das Plattmachen wird zu 100 Prozent mit Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm gefördert – begrenzt auf knapp über 93 000 Euro. Das sei üblich so bei Vorhaben im Sanierungsgebiet, erinnerte der Erste Beigeordnete Philipp Hahn. Auch beim Eckgebäude an der Synagogenstraße und dem Marktplatz war das so geplant, aber das Projekt wurde  nicht realisiert.

Die Stadt verknüpft mit dem Geldregen für die EJL-Gruppe allerdings Bedingungen, insbesondere eine öffentlich zugängliche und barrierefreie Verbindung für Fußgänger von der Kaufhausstraße zum Marktplatz, ziemlich wahrscheinlich mit einer Rolltreppe. Philipp Hahn zeigte sich „guter Dinge“, dass das Areal Marktplatz 3 in Bälde neu bebaut wird. Von den derzeitigen archäoligischen Untersuchungen im Keller scheint zumindest nicht die Gefahr einer Verzögerung auszugehen.

Hahn freut sich auf weitere Zusammenarbeit

Noch nicht Mit über 90 Prozent gewählt, aber noch nicht als Bürgermeister verpflichtet: Nein, sagte Philipp Hahn auf Margret Simoneits Frage, er sei noch nicht stimmberechtigt im Gemeinderat. Den Stadträten sagte er, dass er sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit freue. Und dabei gelte: Nur melden, wenn er zum Beispiel zu lange oder zu kurz in eine Richtung schaue.