Die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Kriminalpolizeidirektion Rottweil haben eine mazedonische Bande als mutmaßliche Täter etlicher Kupferdiebstähle und anderer Straftaten in und im Umfeld des Zollernalbkreises ermittelt.

In den letzten Monaten des Jahres 2017 häuften sich die Buntmetalldiebstähle in der Region spürbar. Ziele der Kupferdiebe waren Friedhöfe, Wasserhochbehälter, Schuppen, Vereinsheime und andere Gebäude. Gestohlen wurden vornehmlich Kupferblechdächer, Verkleidungen, Dachrinnen und Fallrohre. Tatorte waren unter anderem die Haigerlocher Stadtteile Bittelbronn, Weildorf, Stetten und Owingen. Die Diebstahlserie hielt bis zum Ende des Frühjahrs 2018 an, endete dann und begann im darauf folgenden Oktober erneut.

Im November 2018 übernahm die Kriminalpolizei Rottweil die Ermittlungen. Vorherige Auswertungen der bis dahin angezeigten Diebstahlsfälle durch Sachbearbeiter der beteiligten Polizeiposten ergaben einen Anfangsverdacht gegen eine in unterschiedlicher Besetzung handelnde mazedonische Tätergruppe. Die bandenmäßige Begehung der Buntmetalldiebstähle stand im Raum. Um die Ermittlungen zu intensivieren, wurden sie durch die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Kriminalpolizeidirektion Rottweil fortgeführt und ausgeweitet.

Gezielte offene und verdeckte Ermittlungen konkretisierten den Tatverdacht gegen die mutmaßlichen Täter. Zu ihren Diebestouren reisten die Täter aus ihrer Heimat jeweils an.

Zuletzt war die Bande, die aus mindestens drei Männern besteht, nach derzeitigem Ermittlungsstand im Mai dieses Jahres auf Beutezug. In der dritten Maiwoche wurden die drei Männer im Zollernalbkreis vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Hechingen beantragte wegen Verdachts des mehrfachen vollendeten und versuchten schweren Bandendiebstahls Haftbefehle gegen die noch jungen Männer. Nach der Vorführung beim Amtsgericht Hechingen kamen alle drei in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft. Bei Durchsuchungen am Unterschlupf des Trios wurden wichtige Beweismittel gefunden.

Aktuell werden einem Mitglied der Bande insgesamt neun vollendete und zwei versuchte Diebstahlsdelikte sowie den zwei weiteren Mitgliedern fünf vollendete Diebstahlsdelikte zur Last gelegt. Insgesamt richtet sich das Ermittlungsverfahren gegen sieben Personen.

Der bisher ermittelte Diebstahlschaden liegt bei mehr als 20 000 Euro. Weitaus höher sind noch die Kosten für die daraus resultierenden Reparaturen.