Der Ex.Mitarbeiter des KIZ Meßstetten soll laut Anklage Chargensticker gestohlen haben, also die Aufkleber, die nach der Impfung im Impfpass landen.
„Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe die spezifischen Chargenaufkleber der im Kreisimpfzentrum Meßstetten gelagerten Impfstoffe gestohlen“, teilte Oberstaatsanwalt Karl-Heinz Beiter am frühen Montagabend mit.
Wie viele das genau gewesen sind, sei derzeit noch nicht bekannt. Ermittlungen dazu habe es in jüngerer Vergangenheit gegeben. Wie der SWR berichtet, soll auch ein Stempel gestohlen worden sein.

Prozess wird im Oktober verhandelt

Die Zahl potentiell gefälschter Impfpässe könne nicht abgeschätzt werden. Dort unterschreibt üblicherweise zusätzlich neben Sticker und Stempel noch der Arzt.
Darüber hinaus, so schreibt der SWR, sei der Angeklagte derweil nicht mehr im Kreisimpfzentrum in Meßstetten tätig. Zurzeit bestreite er, etwas gestohlen zu haben.
Ein ehemaliger Mitarbeiter will aber Zeuge geworden sein, wie der Angeklagte die besagten Sticker entwendete. Er sei laut SWR zu dem Prozess geladen, der im Oktober am Amtsgericht Balingen verhandelt werden soll.

Rangendinger Security-Unternehmen geht auf Distanz

Im Verdacht steht ein Angestellter einer Security-Firma aus dem Zollernalbkreis, die zum besagten Zeitpunkt in Meßstetten tätig gewesen ist.
Das wiederum bringt nun das Rangendinger Security-Unternehmen Wolf in Verdruss. Denn diese Firma ist erst seit Juni fürs Kreisimpfzentrum tätig und wurde nach den mutmaßlichen Diebstählen im Februar erst vom Landratsamt engagiert. Firmenchef Wolf legt deshalb allergrößten Wert auf die Feststellung, dass sein Unternehmen rein gar nichts mit den Vorfällen zu tun hat. Weil er allerdings immer wieder darauf angesprochen wird, hat er nun bewusst den Weg an die Öffentlichkeit gewählt, um die Sachlage klarzustellen.