Hechingen/Albstadt Staatsanwältin geht in Revision

SWP 18.07.2015

Staatsanwältin Nicole Luther geht gegen den Freispruch für den Albstädter, der seinen Bruder erstochen hat, in Revision. Der Bundesgerichtshof soll das Urteil auf Rechtsfehler prüfen.

"Ich bin vom Urteil nicht überzeugt", sagt Staatsanwältin Nicole Luther. Am Donnerstag wurde der 52-jährige Albstädter, der seinen Bruder an Silvester erstochen hat, am Hechinger Landgericht freigesprochen. Staatsanwältin Luther will in Revision gehen, wofür sie eine Woche Zeit hat. Anschließend muss ihr das Gericht binnen fünf Wochen das Urteil in schriftlicher Form vorlegen. Erst dann entscheidet die Staatsanwältin, ob sie die Revision auch durchführen wolle. Ist dies der Fall, muss sie innerhalb vier Wochen ihre Revision begründen und an den Bundesgerichtshof weiterleiten. Dieser wird dann das Urteil auf Rechtsfehler prüfen, unter anderem darauf, ob falsche Schlüsse gezogen wurden oder ob der Satz "Im Zweifel für den Angeklagten" falsch angewandt wurde. Nicole Luther bekräftigt: Wenn sie der Ansicht wäre, dass ein Freispruch des Angeklagten gerechtfertigt wäre, hätte sie selbst einen solchen gefordert.