Hechingen Spezialgeräte sanieren Belag vor dem Rathaus

Vom Baufortschritt der Pflasterarbeiten überzeugte sich Diplom-Ingenieur Jürgen Haas vom Sachgebiet Tiefbau.
Vom Baufortschritt der Pflasterarbeiten überzeugte sich Diplom-Ingenieur Jürgen Haas vom Sachgebiet Tiefbau.
SWP 22.05.2014
"Unter dem Pflaster liegt der Strand" hieß es zu Anarcho- und Spontizeiten. Davon kann am Hechinger Rathausvorplatz bald keine Rede mehr sein.

Der Plasterbelag vor dem Hechinger Rathaus wird jetzt von Mitarbeitern der Firma Steinhart aus Walddorf saniert. Schon seit langem sind zahlreiche Pflastersteine desolat, besonders aber sind die Fugen zwischen den Steinen also ausgewaschen beziehungsweise von der Kehrmaschine ausgekehrt. Das ist nicht nur ein Problem für Damen mit modischem Schuhwerk, sondern besonders für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Gehhilfen.

Um diesem Missstand abzuhelfen, arbeitet die Firma mit selbst entwickelten Maschinen: Mit speziellen Spritzgeräten, aber auch viel schwerer Handarbeit werden die Steine und Fugen gereinigt. Danach werde fehlerhafte Steine ausgetauscht, und abschließend wird ein Fugenmörtel eingebaut und mit einem speziellen Rüttler verdichtet. Die Masse verfestigt sich selbstständig, und nach einer weiteren Oberflächenbehandlung entsteht ein sauberes, geschlossenes Fugenbild, das gegenüber dem hergebrachten Zustand relativ eben ist.

Probleme mit dem Steinpflaster gibt es allenthalben in der Oberstadt. Seit 2012 wird immer wieder einzelne Stellen saniert, zum Beispiel auf dem Schloßplatz und in der Kaufhausstraße hinter dem Rathaus. Die aktuell bearbeitete Fläche, die vom Rathauseingang bis über den Markplatzbrunnen hinausreicht, ist rund 450 Quadratmeter groß. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 34 000 Euro.