Umbau Sozialwerk macht Einzug ins frühere Krankenhaus perfekt

Unterhalb des alten Krankenhauses, wo die ehemaligen Schwesternwohnheime abgerissen wurden, darf das Sozialwerk einen Parkplatz für seine 25 Dienstfahrzeuge bauen.
Unterhalb des alten Krankenhauses, wo die ehemaligen Schwesternwohnheime abgerissen wurden, darf das Sozialwerk einen Parkplatz für seine 25 Dienstfahrzeuge bauen. © Foto: Hardy Kromer
Hechingen / HARDY KROMER 11.08.2016
Nächste Woche beginnt der Landkreis mit dem dritten Umbau-Abschnitt im ehemaligen Krankenhaus. Jetzt steht fest: Auch das Sozialwerk zieht ein.

3,25 Millionen Euro lässt sich der Zollernalbkreis den weiteren Ausbau des alten Hechinger Krankenhauses zum „Zentrum am Fürstengarten“ mit Gesundheits- und Verwaltungsdienstleistungen kosten. Nächste Woche gibt das Landratsamt den Startschuss zum dritten Bauabschnitt, der sich bis ins Frühjahr 2017 hinein erstrecken wird.

Schon lange steht fest, dass im ersten Obergeschoss rund 900 Quadratmeter Fläche für das Gesundheitsamt des Landkreises vorbereitet werden, das nächstes Jahr von Balingen nach Hechingen umziehen wird. Im Untergeschoss sowie im zweiten Stockwerk des Hauptgebäudes wird Platz für verschiedene Praxen geschaffen, die bislang noch in den Nebengebäuden untergebracht sind: eine psychologische Praxis, ein Kinesiologe, zwei Psychotherapeuten und  eine Ergotherapeutin. Außerdem tun sich zwei Hebammenpraxen aus Hechingen und Jungingen in neuen Räumen zusammen.

Noch nicht völlig in trockenen Tüchern war bislang der Einzug des Hechinger Sozialwerks ins Untergeschoss des Funktionsanbaus, wo einst der OP-Trakt des Krankenhauses war. Das hat sich jetzt geändert. Jürgen Ulrich, der Vorsitzende des Sozialwerks, hat kürzlich die vom Landratsamt gewünschte Verpflichtungserklärung unterzeichnet. Diese sieht vor, dass das Sozialwerk einen Mietvertrag unterschreiben wird, sobald der Landkreis einige genau definierte Bauarbeiten erledigt hat.

Offen war bisher die insbesondere die Frage, wie ein barrierefreier Zugang ins Untergeschoss hergestellt werden soll. Der ist für das Sozialwerk unverzichtbar, weil im ehemaligen OP-Trakt nicht nur die Geschäftsstelle unterkommen soll, sondern auch eine neue Tagespflegeeinrichtung. Das Landratsamt hat jetzt zugesagt, den ehemaligen OP-Aufzug zu reaktivieren.

Ein längeres Tauziehen gab es um die Frage, wo die rund zwei Dutzend Einsatzfahrzeuge des Sozialwerks parken sollen. Die jetzt getroffene Vereinbarung sieht vor, dass der Landkreis dem Sozialwerk die Fläche unterhalb des Krankenhauses verpachtet, die durch den Abriss der ehemaligen Schwesternwohnheime frei geworden ist. Dort kann das Sozialwerk in eigener Regie und auf eigene Rechnung einen Parkplatz mit voraussichtlich 25 Stellplätzen und möglicherweise auch Carports bauen. Die Kosten für einen neuen Fußweg Richtung Geschäftsstelle trägt ebenfalls das Sozialwerk, während der Landkreis für die Verbreiterung der Parkplatz-Zufahrt an der Weilheimer Straße aufkommt.