Eine Woche lang können die Jugendlichen aus Hechingen und Rangendingen pauken, was das Zeug hält. Das Gymnasium Hechingen und die Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen laden zur Sommerschule unter dem Motto „Wir erklimmen den Berg“ ein. Das teilte Uta Schoder, Organisatorin der Sommerschule und Abteilungsleiterin am Gymnasium Hechingen, jüngst in der Rangendinger Gemeinderatssitzung mit. Die Hohenzollerische Zeitung, der Deutsche Alpenverein und das Haus Nazareth sind als Kooperationspartner daran beteiligt.

Das einwöchige Projekt vom 2. bis 6. September 2019 wird vom Land mit den beantragten Mitteln gefördert. Das Kultusministerium hat das Gymnasium Hechingen in das Programm Sommerschulen 2019 als eine von 57 Bildungseinrichtungen aufgenommen. Die Zielgruppe sind Schüler der siebten Klasse des Gymnasiums sowie der achten Klasse der Gemeinschaftsschule mit einem Förderbedarf in Deutsch, Mathe oder Englisch.

Die Jugendlichen sollen in den Sommerschulen die Chance erhalten, ihre schulischen und sozialen Kompetenzen bestmöglich weiterzuentwickeln. Die individuellen Schwächen werden zuvor durch die entsprechenden Fachlehrer diagnostiziert. Aufgrund dieses Bedarfs wird das jeweilige Fördermaterial für die Lerntheken angepasst. Die Ziele sind, dass die jungen Menschen an ihren Defiziten arbeiten, Ängste überwinden und deren Selbstvertrauen in fachlicher Hinsicht gestärkt wird. Und das Beste daran: Die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind allerdings rar. Die maximale Teilnehmerzahl laut Uta Schoder sind 30 Schüler.

Abwechslung durch Klettern

Für die Abwechslung zum Pauken sorgen auch die Kooperationspartner. In Zusammenarbeit mit der HZ entsteht eine Broschüre mit Artikeln. Das Mittagessen wird in der Mensa eingenommen. Der Deutsche Alpenverein organisiert ein Kletterangebot, zum Beispiel am Albtrauf und über den Hohenzollerngraben in Onstmettingen. Auch zwischen den Lerneinheiten bewegen sich die Schüler, die dabei von Lehrkräften der Sommerschule und Junior-Jugendbegleitern betreut werden. Und das Haus Nazareth, auch Träger der Schulsozialarbeit des Gymnasiums Hechingen, widmet sich dem Thema Teambildung.

Außerdem gibt es besondere Gäste. So werden der Wahlkreisabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm, Bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, und Rolf Ackermann vom Kultusministerium die Sommerschüler am Donnerstag, 5. September, besuchen. Susanne Pacher, Abteilungspräsidentin für Schule und Bildung des Regierungspräsidiums Tübingen, ist bereits am Dienstag, 3. September, dort zu Gast.

Der Infoabend ist am 15. Mai

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, gibt es „doppelte“ Bewerbungen bis zum 31. Mai. Interessierte Sommerschüler bewerben sich und Lehrer schlagen geeignete Kandidaten, bei denen sie Förderbedarf in Mathe, Englisch oder Deutsch sehen, vor. Eine entsprechende Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 15. Mai, ab 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Hechingen statt. Der Diagnosennachmittag folgt dann im Juli. Danach werden die individuellen Lernmaterialien erstellt und somit der Grundstein für einen gelungenen Start ins neue Schuljahr gelegt.

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Standorte profitieren von dem landesweiten Programm. Das Gymnasium Hechingen, das die Sommerschule mit der Rangendinger Gemeinschaftsschule umsetzt, gehört dazu.