Rangendingen Sommer, Sonne, Stauseezeit

Rangendingen / Ralf Dieringer 04.08.2018
Wer Schwimmvergnügen ohne Chlor bevorzugt, geht an den Rangendinger Badesee. Auch viele Auswärtige tummeln sich cort.

Rekordhitze und Trockenheit. Ganz Deutschland stöhnt über den Rekordsommer in diesem Jahr. Seit April hat vor allem der Südwesten Deutschlands fast ausschließlich gutes, sonniges Wetter. Die vergangenen Wochen mit Temperaturen weit über 30 Grad Celsius lassen jegliche, noch so kleine Tätigkeit zur schweißtreibenden Angelegenheit werden.

Dabei kann man durchaus darüber diskutieren, ob die Hitze und die Sonne wirklich so schlimm sind, wie es in den Medien und von vielen Mitmenschen dargestellt wird. Richtig ist, dass die Bauern Ernteausfälle beklagen, dies sollte nicht außer Acht gelassen werden. Auch ist es bei diesen Temperaturen mühsam, körperlicher Arbeit nachzugehen. Aber es gibt auch die vielen positiven Seiten des heißen Sommers! Beispielsweise beginnt in diesen Tagen für die Winzer die Weinlese. Knapp drei Wochen früher als üblich.

In den Süden braucht keiner

Und die ganzen Urlauber? Wen es in den Sommerferien gerne aufgrund des Wetters gen Süden zieht, der kann dieses Jahr getrost zu Hause bleiben. Viele Freibäder melden seit Wochen Rekordumsätze, der Bodensee dient als optimales Ausflugsziel im Südwesten, und die Badeseen sind Tag für Tag gut besucht.

So auch der Rangendinger Badesee. Täglich pilgern hunderte an das kleine Naherholungsfleckchen am Rangendinger Ortsrand. Egal, ob man gerade ein paar freie Tage hat, oder einfach nach der Arbeit noch die letzten Sonnenstunden des Tages genießen möchte: Viele Rangendinger und Besucher aus der Region nutzen das kühle Nass in Richtung Grosselfingen sehr gerne. Und die Badefreudigen wissen „ihren“ See zu schätzen. Nicht nur, dass es keinen Eintritt kostet, auch die ruhige Lage und die über die Jahre stets gepflegte und modernisierte Anlage tragen zu einer schönen Atmosphäre bei.

Es gibt ausgiebig Platz zum Schwimmen, ohne dass man sich in die Quere kommt und die netten Handtuchnachbarn haben während der Zeit im Wasser gerne ein Auge auf die währenddessen verwaisten Wertsachen. „In der Regel kennt man sich, und wenn nicht, sind es normalerweise trotzdem nette Leute“, beschreibt Annette Kurz das Klientel am Badesee.

Verabredung zum „Beachen“

Manuel Rother und Mike Theurer schätzen besonders das gut gepflegte Beachvolleyballfeld am Wegesrand. Sie sind Teil einer großen WhatsApp-Gruppe, die sich gerne kurzfristig zum „Beachen“ verabredet. Brennen dann wegen der Hitze die Fußsohlen, oder ist man nach der sportlichen Ertüchtigung schweißgebadet und voller Sand, bietet der See die optimale Erfrischung.

Sobald Badewetter ausgerufen ist, in diesem Sommer also seit Wochen, kann man als Besucher des Rangendinger Badesees mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit einer Eiserfrischung rechnen. Das „Eiswägele“, wie es von den Stauseebesuchern liebevoll genannt wird, gehört längst zum Inventar. Jeden Tag aufs Neue verköstigt die Besitzerin die Sonnenanbeter mit hunderten Kugeln Eis. Die Warteschlange vor dem Eiswagen scheint über Stunden nicht kleiner zu werden.

Zu heiß sogar fürs Schwimmvergnügen?

Übers Wetter Man sollte vielleicht nicht immer zu forsch und zu negativ über das heiße Sommerwetter urteilen, schreibt unser Rangendinger HZ-Autor. Viele wissen auch damit bestens umzugehen und den Tag zu nutzen. Würde es kalt sein und regnen, würden garantiert alle  über den schlechten Sommer schimpfen. Mieses Wetter kommt irgendwann sowieso wieder. Daher empfiehlt es sich, die Hitze zu akzeptieren und individuell zu entscheiden, wie der Tag am komfortabelsten gestaltet werden kann. Dafür der Dieringer-Tipp: im Schatten am Badesee.

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