So bewertet die Unternehmensberatung die Konzepte

SWP 20.03.2014

SRH Das siegreiche Konzept von SRH sieht vor, die Gefäßchirurgie auf die Standorte Sigmaringen und Pfullendorf aufzuteilen. Die "Aktiva Unternehmensberatung" aus Köln, die das Bieterverfahren um die Sigmaringer Kreiskrankenhäuser begleitet hat, beurteilte dies kritisch. Eine geplante Kurzzeitpflege in Bad Saulgau hält die Unternehmensberatung jedoch für eine sinnvolle Ergänzung. SRH strebt den schrittweisen Übergang in einen Haustarifvertrag an. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut dem Konzept ausgeschlossen. SRH will 25 Millionen Euro in die Kliniken investieren. Davon sollen 2,5 Millionen Euro nach Pfullendorf fließen und 7,6 Millionen in einen Neubau in Bad Saulgau. Innerhalb von fünf Jahren sollen die Kliniken somit wieder schwarze Zahlen schreiben. Für die bestehenden Verbindlichkeiten will die SRH nicht aufkommen. Die SRH Holding ist eine private Stiftung bürgerlichen Rechts.

Ameos Für die "Aktiva

Unternehmensberatung" ist das medizinische Konzept von Ameos nur am Standort Sigmaringen nachvollziehbar. Für das Krankenhaus in Pfullendorf, in dem die Chirurgie/Orthopädie und die Altersmedizin angesiedelt werden sollten, sah das Konzept der Schweizer weitere 60 Betten vor, die laut "Aktiva" nur schwer ausgelastet werden könnten. Durch eine psychiatrische Tagesklinik in Bad Saulgau würde dort der Standort nachhaltig gefördert, so die Berater. Ameos wollte einen

Haustarifvertrag aushandeln und schloss nur bis zum Jahr 2015 betriebsbedingte Kündigungen aus. Trotz einer Investitionssumme von 70 Millionen Euro bis 2023 sollten die Kliniken auch in den kommenden fünf Jahren rote Zahlen schreiben.

Zukunft für kleine Krankenhäuser