Sickingen Sickingen wagt mehr Demokratie

Sickingen / SWP 19.03.2014
Das Interesse an der Sickinger Kommunalpolitik steigt. Bei der Nominierungsversammlung für die Ortschaftsratswahlen in der "Linde" gab es mit zehn Kandidaten mehr Bewerber als für das Gremium notwendig sind.

Weil es in Sickingen mehr Bewerber als Sitze im Ortschaftsrat gibt, wurde bei der Nominierungsversammlung beschlossen, zwei nicht konkurrierende Listen unter dem Namen "Sickinger Liste" aufzustellen und sieht darin folgende Vorteile: 1. Allen Bewerbern werde dadurch eine faire Chance gegeben und keiner werde ausgeschlossen. 2. Die Sickinger Wählerschaft könne mit ihren sieben Stimmen ihren zukünftigen Ortschaftsrat einmal selbst zusammenstellen (der sieben Personen umfasst). 3. Die Wahlbeteiligung könnte dadurch deutlich erhöht werden.

Von den bisherigen Ortschaftsräten legen Michael Kleinmann und Elmar Konstanzer eine "Familienpause", während sich Adam Bock nach drei Amtsperioden altershalber ganz zurückziehen will.

Von den bisherigen Ortschaftsräten wollen Andreas Bogenschütz, Gebhard Daiker, Wolfgang Dehner und Gerhard Henzler weitermachen und konkurrieren nun mit den neuen Bewerbern Andrea Bogenschütz, Holger Bogenschütz, Andreas Schalich-Langer, Siegbert Schetter, Heiko Schwabe und Andreas Willemßen.

Auf den beiden Listen stehen je fünf Bewerber in alphabetischer Reihenfolge. Ganz oben stehen je zwei der weitermachenden Ortschaftsräte. Sickinger Liste 1: Andreas Bogenschütz, Gebhard Daiker, Andreas Schalich-Langer, Siegbert Schetter, Heiko Schwabe; Sickinger Liste 2: Wolfgang Dehner, Gerhard Henzler, Andrea Bogenschütz, Holger Bogenschütz, Andreas Willemßen.

Bei der Formulierung von Zielen für die Zukunft wurden die Wünsche der anwesenden Bürger mit berücksichtigt. So wünschen sich alle weiterhin einen bürgernahen Ortschaftsrat mit einer Ortschaftsverwaltung, die sich für eine elementare Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger einsetzt, vertrauensvoll mit den örtlichen Vereinen und kirchlichen Einrichtungen zusammenarbeitet und eine enge Verzahnung von Teilorts- und Kernstadtinteressen garantiert.

Als Visitenkarte Sickingens sollte für die örtliche Grundschule, den Kindergarten und die Feuerwehr alles getan werden, um die Einrichtungen zu erhalten und zeitgemäß fortzuentwickeln.

Wichtig sind den Bürgerinnen und Bürgern außerdem weitere Anstrengungen zur Ortskernsanierung zum Beispiel auch durch den Aufkauf alter Bausubstanz, durch Abriss beziehungsweise Modernisierung oder Rückbau; die Fortentwicklung des Friedhofwesens (Urnenwandgräber entlang der Aussegnungshalle, Aktualisierung des Belegungsplans, eine weitere Wasserstelle); eine verstärkte Seniorenarbeit; eine Modernisierung der Straßenlampen; die Ausweisung weiteren Baulands im Gewann Witzenhart vor allem für jüngere Familien; ein schnelles Internet; ein wasserführendes Feuerwehrfahrzeug für den Schwerpunktstandort Sickingen; eine verbesserte Anbindung Sickingens an den öffentlichen Verkehr vor allem am Wochenende (und vornehmlich für die Jugend); die Förderung des dörflichen Zusammenlebens; gepflegte Rundwanderwege um Sickingen; das Teeren des Mittelstücks zwischen Friedhof und Anstieg zum Neubaugebiet "Helle"; eine Fahrradwegverlängerung in Richtung Bodelshausener Bahnhof; eine Erneuerung der Spielgeräte auf dem Dorfanger; ein aktualisierter Sickinger Internetauftritt - und, sollten die Steuereinnahmen in Hechingen weiter kräftig sprudeln: der Erwerb eines älteren Bauernhauses für ein Dorfmuseum.

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