Einen sensationeller Fund in der Außenfassade der  Stiftskirche haben die Steinmetze gemacht – kurz vor dem Start ins Wochenende. Beim Ausbauen eines schadhaften Steins wurde im Stein darunter Stein eine Aussparung entdeckt, in der ein Glas zum Vorschein kam, das mit einem Bleideckel abgedeckt war.

In diesem Glas, offenbar aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich ein gefaltetes Pergament, das mit einem sehr gut erhaltenen Wachssiegel versehen ist. „Wir vermuten, dass es sich um eine Urkunde aus der Bauzeit handelt“, lassen die Steinmetze wissen. Möglicherweise sei darin der Abschluss der ersten Bauphase dokumentiert.

Der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit St. Luzius, Michael Knaus, hat unverzüglich die entsprechenden Stellen im Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg informiert. „Es braucht hier klar professionelle Unterstützung, damit bei einem so wertvollen Zeitdokument nichts zerstört wird“, erläutert der Geistliche,  der sich über diesen überraschenden Fund sichtlich freut. Nun gilt es abzuwarten, ob und wann dieses Dokument lesbar gemacht werden kann. Sobald Ergebnisse vorliegen, wird die Kirchengemeinde diese auch zur Verfügung stellen.

Info Die St.-Jakobus-Kirche wurde von 1780 bis 1783 nach Plänen von Pierre Michel d’Ixnard errichtet.