Zollernalbkreis Schulreporter und literarische Klingelputzer legen los

Die zwölfköpfige Jury des Sparkassen-Bildungswettbewerbes, bestehend aus Bankern, Pädagogen und Journalisten, hat getagt. Foto: Sparkasse Zollernalb
Die zwölfköpfige Jury des Sparkassen-Bildungswettbewerbes, bestehend aus Bankern, Pädagogen und Journalisten, hat getagt. Foto: Sparkasse Zollernalb
HARDY KROMER 09.11.2013
An 15 Schulen im Kreis können jetzt Leseecken eingerichtet werden oder Schulreporter loslegen. Die Jury des Bildungswettbewerbs der Sparkassen-Stiftung hat die Gewinnerprojekte ausgewählt.

Beim Bildungswettbewerb der Sparkassenstiftung Kunst, Bildung und Kultur dreht sich alles um Lesekompetenz, Meinungsbildung und Pressefreiheit. 26 Projekte aus Schulen im ganzen Zollernalbkreis sind eingereicht worden in der Hoffnung, Fördermittel von bis zu 5000 Euro zu erhalten. Die Hohenzollerische Zeitung ist als Medienpartner des Wettbewerbs mit von der Partie.

Jetzt hat die zwölfköpfige Jury, bestehend aus Vertretern des Stiftungsvorstandes, Schulleitern, einer Schulrätin, einer Elternvertreterin und Journalisten, getagt und aus den 26 Bewerbern die 15 Gewinnerprojekte ausgewählt (siehe Kasten). Insgesamt wird eine Fördersumme von 50 000 Euro ausgeschüttet. Bedingung ist, dass die Projekte innerhalb des laufenden Schuljahres verwirklicht werden müssen. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen sie aber möglichst lange in die Zukunft ausstrahlen.

Unter den Gewinnern sind auch vier Projekte aus dem Mittelbereich Hechingen: Die Weiherschule Hechingen hat die Jury mit einem Projekt überzeugt, in dem es darum geht, Schülern, die in ihren geistigen und kommunikativen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind, zu erfolgreichen Kommunikationserfahrungen zu verhelfen. Den Kindern soll durch die Arbeit mit iPads und passenden Programmen ermöglicht werden, Bilder und Symbole besser zu verstehen. Sie sollen lernen, Bilder und Symbole zu Aussagen, Wünschen und Meinungen zusammenzufügen.

Die Grund- und Werkrealschule Burladingen war erfolgreich mit ihrer Idee, in ihrem Schulgebäude mehrere "Lese-Haltestellen" einzurichten. An diesen Haltestellen soll den Schülern die Möglichkeit eröffnet werden, in freien Stunden ungestört zu schmökern. Das Projekt soll insbesondere benachteiligte Kinder zum Lesen motivieren.

Die Kaufmännische Schule Hechingen kommt mit dem Projekt "Lektüre und Rezensionen im Net" zum Zuge. Geplant ist, dass Wirtschaftsschüler im Internet, in Buchhandlungen und in der Stadtbücherei nach neuen deutschen Jugendbüchern recherchieren, diese lesen, in der Klasse vorstellen und Rezensionen schreiben, die auf der Schulhomepage veröffentlicht werden.

Die Grundschule Owingen überzeugte die Jury mit ihrem Projekt "Kulturtechnik Lesen". Sie darf sich auf fünf Computer für die Klassenräume freuen, an denen die Kinder im Unterricht auf der Leseplattform "Antolin" arbeiten können.

Die meisten Stimmen der Jury vereinten zwei Projekte aus Balingen und Pfeffingen auf sich. Zehntklässler des Balinger Gymnasiums wollen die Bewohner von "Dichterstraßen" (Goethe-, Schiller-, Lessing- etc.) an der Haustür mit dem Vortrag von Texten dieser Autoren überraschen. Kostüme und Requisiten gehören zur szenischen Darstellung dazu. "Literarisches Klingelputzen" nennt sich das Projekt.

Und die Eyachtal-Grundschule Pfeffingen erhielt ganz viele Stimmen für die Idee einer abenteuerlichen Lesereise - mit Bücherkoffer, Lesereisepass und Stempelstationen. So sollen die Kinder spielerisch an den Lesespaß herangeführt werden.

Die elf Projekte, die unter großem Bedauern der Jury durchs Auswahlsieb fielen, werden mit einem 100-Euro-Trostpreis für die Klassenkasse entschädigt.

Die 15 von der Jury ausgewählten Projekte