Rangendingen / Melanie Steitz  Uhr
Der Schul- und Kindergartenneubau verteuert sich. Auch ein grünes Klassenzimmer soll entstehen.

Der Schotter ist an einigen Stellen schon lose neben dem Eingang des Schultrakts verteilt. Im hinteren Bereich erstrecken sich riesige Erdhügel. Absperrbänder markieren die Grenze zur anliegenden Wiese und zum Spielplatz. Das signalisiert: Die Arbeiten auf dem Außengelände des neuen Schul- und Kindergartenbaus in der Heimgartenstraße sind noch nicht beendet. Und nun verteuern sie sich.

Wie der Gemeinderat Rangendingen nämlich am Montagabend nach seinem Rundgang beschloss, wird die Firma Timberman aus Bitz weitere Arbeiten für 25 733 Euro im Außenbereich ausführen. Auch ein grünes Klassenzimmer für die Schüler und eine überdachte Station für Fahrräder der Kindergartenbesucher entstehen dort.

Timberman war von der Gemeinde Rangendingen gebeten worden, ein erstes Nachtragsangebot zu erstellen. So sollen die Flächen vor der Fensterfassade des A-Baus gepflastert werden, damit die Fenster von außen mit Leitern oder einer Hubarbeitsbühne sicher und gut gereinigt werden können. Auch die Böschung zu den Technikräumen wird wartungsfrei und pflegeleicht mit einer abterrassierten Natursteinwand gestaltet. Der Innenhof beim Eingang gegenüber der Bushaltestelle in der Heimgartenstraße ist nur für die Schüler vorgesehen. Die fast quadratische Fläche wird laut Bürgermeister Johann Widmaier eine gute Aufenthaltsqualität erlangen: Denn dort soll ein Rasen für das grüne Klassenzimmer entstehen. Zur Straße hin soll es mit einem Tor abgegrenzt werden, zeigt und erläutert Widmaier den zahlreich versammelten Gemeinderäten. Die Pflege auf der Fläche wäre minimal und die Wartung der Fenster- und Jalousieanlage kann ebenfalls gewährleistet werden.

Dass die Kindergartenkinder einen separaten Eingang haben, ist extrem wichtig. Das erfährt auch Ratsmitglied Siegfried Kuhn an diesem Abend. Er fragt nach, warum die strikte Trennung zwischen Schul- und Kindergartenkindern in einem gemeinsam genutzten Gebäude sein müsse. Laut Johann Widmaier hätte es ohne diese gar keine Betriebserlaubnis gegeben. Und Magdalena Dieringer ergänzt: „Die Schule ist ein öffentlicher Raum und der Kindergarten ist ein geschützter Raum.“ Um dem besonderen Schutzanspruch der sogenannten Maxis, den Fünf- bis Sechsjährigen, gerecht zu werden, gibt es den zweiten Eingang auf der anderen Gebäudeseite in Richtung Wiese und Spielplatz.

Die Gemeinderäte sehen sich in dem Erdgeschoss des Kindergartens um. Es riecht noch ein bisschen „neu“; ansonsten ist es aber sehr liebevoll und erfrischend eingerichtet und wird schon sehr gut seit dem 11. März von 54 Maxis in zwei Gruppen angenommen. Die Schüler hingegen beziehen ihre neuen naturwissenschaftlichen Räume erst im neuen Schuljahr 2019/20.

Die Maxis nutzen derweil bereits jetzt zwei Gruppenräume (einen sogar mit Küche) sowie einen Bewegungsraum mit einer Kletterwand und einem Gerüst sowie die Mini-Toiletten. Vor dem Eingang wird noch eine überdachte Station für Kinderbikes auf linker Seite hinzukommen.

3,5 Millionen Euro kostet der gesamte Schul- und Kindergartenneubau, so der Bürgermeister. Im kommenden Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.