Jungingen Schützen mit Ladehemmung

Landrat Günther-Martin Pauli lobte das Engagement des ehemaligen Kreisoberschützenmeisters Bernd Flohr (rechts). Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Foto: Jörg Wahl
Landrat Günther-Martin Pauli lobte das Engagement des ehemaligen Kreisoberschützenmeisters Bernd Flohr (rechts). Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Foto: Jörg Wahl
Jungingen / JÖRG WAHL 19.03.2014
Drei Vorstände treten vorerst an die Stelle des zurückgetretenen Kreisoberschützenmeisters Bernd Flohr. Landrat Pauli lobte das Engagement der Schützen und betonte deren lange Tradition im Zollernalbkreis.

Die Verabschiedung von Kreisoberschützenmeister Bernd Flohr stand im Mittelpunkt des Kreisschützentages in Jungingen. Ehrende Worte, die Ernennung zum Ehrenkreisoberschützenmeister, die Ehrennadel in Gold und viele Geschenke würdigten das Flohrs vorbildliches Engagement. Ein Nachfolger konnte an jenem Abend noch nicht gefunden werden.

Der obligatorische Fahneneinmarsch zum österreichischen Fliegermarsch von Hermann Dostal, gespielt vom Musikverein Eintracht Jungingen, bildete den Auftakt des Kreisschützentages in der geschmückten Festhalle Jungingen. Kreisschützenmeister Rolf Schneider vollzog die Totenehrung. Bernd Flohr hieß die Vereinsvertreter und Delegierten sowie die anwesenden Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Schießsport willkommen.

Oberschützenmeister Rainer Pröpster vom SV Jungingen, Landrat Günther-Martin Pauli, Bürgermeister Harry Frick sowie der Vorsitzende des Sportkreises Zollernalb, Hendrik Rohm, und Bezirksschützenmeister Lothar Ott hielten Ansprachen. Konsens der Reden: Schützenvereine tragen einen wesentlichen Teil zu Tradition und Brauchtum bei und prägen damit das gesellschaftliche und kulturelle Leben. Mit über 4000 aktiven Mitgliedern im Zollernalbkreis zählen die hiesigen Schützenvereine zu den traditionsreichsten in Europa, so Landrat Pauli in seiner Ansprache. Pauli dankte Bernd Flohr für dessen Engagement und überreichte ein Glas Honig aus dem Landratsamt.

Hendrik Rohm oblag es anschließend, die ersten Ehrungen vorzunehmen. Glückwünsche gab es von Bernd Flohr. Mit einem weiteren Stück des MV Jungingen klang der erste Teil der Veranstaltung aus.

Es folgte ein detaillierter Bericht des bisherigen Kreisschützenmeister Bernd Flohr, der erklärte, dass der Schützenkreis Zollernalb Ende 2013 insgesamt 4358 Mitglieder in 42 Vereinen zählt - ein Schwund von 155 Personen. Die Zahl der Schüler und Jugendlichen konnte jedoch gehalten werden - Grund zur Hoffnung und der Beweis, dass die Jugendarbeit ernst genommen werde. Neu im Schützenkreis ist die Bogenabteilung des TSV Hausen i.K.. Dankesworte des Kreisoberschützenmeister galten allen Funktionären, den Mitarbeitern des Kreisschützenmeisteramts sowie allen engagierten Helfern bei den Meisterschaften. Nach 19 Jahren im Kreisschützenmeisteramt, davon 13 als Kreisoberschützenmeister, erklärte Bernd Flohr seinen Rücktritt: "Es fehlt mir der innere Antrieb, um neue Dinge bewegen zu wollen, was nicht bedeute, dass ich dem Schießsport und dem Schützenkreis den Rücken zukehren werde."

Es folgten die Berichte der Kreisschriftführerin Julia Wannenmacher, des Kreissportleiters Günter Bitzer, des Kreisjugendleiters Uwe Krohn und des Kreisschulungsleiters Stefan Birkle. Über die stabile finanzielle Lage berichtete Kreisschatzmeisterin Bettina Bitzer. Clemens Gehrn, Gaby Krohn und Yvonne Schlotterbeck agierten als Kassenprüfer. Auf Antrag von Ehrenkreisoberschützenmeister Hans Kopp erteilte die Versammlung die einstimmige Entlastung des Kreisschützenamts.

Für die ausscheidende Kreisdamenleiterin Martina Schramm wurde Tamara Krohn vom SV Onstmettingen als Nachfolgerin im Ausschuss ernannt. Kreisjugendsprecherinnen wurden Sofia Dieringer und Anne Kohler vom SV Rangendingen.

Unter dem Punkt Neuwahl des Kreisoberschützenmeisters fand sich kein Nachfolger. Das Amt bleibt zunächst vakant. Darauf war der Vorstand vorbereitet und unterteilte die Aufgaben in drei Ressorts: Den Sport übernimmt Rolf Schneider, Mitglieder sind das Thema von Wolfgang Musch und der Verwaltung steht Gerhard Fischer vor. Bernd Flohr zeigte sich dennoch zuversichtlich, mittelfristig eine geeignete Person für sein bisheriges Amt zu finden. Die offizielle Verabschiedung von Bernd Flohr folgte. Flohr selbst beendete den offiziellen Teil der Versammlung mit den Wünschen "Gut Schuss" und "alle ins Gold".

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