Dieser eine Tag im Jahr ist halt doch anders als alle anderen. Und weil es inzwischen eine langjährige Tradition ist, mussten sich all jene, die am Donnerstag unverkleidet und dienstbeflissen zur Arbeit am Hechinger Gymnasium erschienen sind, eines Besseren belehren lassen. Der Donnerstag, der „Schmotzige“, markiert den Beginn der Herrschaft aller Närrinnen und Narren, und das auch in Hechingen, wo er auch der „Auselige“ heißt.

Pünktlich in der dritten Stunde setzte sich ein gigantischer Musikzug – mit Messwerten an der Schmerzgrenze – unter der Leitung von Johannes Dehner in Bewegung, um die alljährliche Befreiung mit einer riesigen Polonaise Richtung Erweiterungsbau zu starten.

Dort angekommen erwartete die beinahe 700 Mitglieder der Schulgemeinschaft ein Spektakel für Augen und Ohren, das sie nicht so schnell vergessen werden. Nach den verblüffend virtuosen Tanzdarbietungen einzelner Schülergruppen signalisierte ein Flashmob des Lehrerkollegiums anstelle des sonst üblichen Lehrerballetts das Finale des bunten Treibens. Die Schülermitverwaltung, federführend Ladina Müller, Laura Ebisch, Jakob Streich, Martina Jungmann und Julia Mook, hatte das fröhliche Treiben zusammen mit den Verbindungslehrern detailliert und liebevoll vorbereitet und begleitet. Und so manch einer wollte nach Ende der Befreiung durch die Hechinger Narrenvereine eigentlich gar nicht gehen, weil es wieder einmal richtig schön war.