Schlatt Schlatt schafft Bauplätze für junge Familien

Der Ortschaftsrat (hier Ortschaftsrätin Ina Leimgruber) freut sich auf das neue Baugebiet „Wilden“.
Der Ortschaftsrat (hier Ortschaftsrätin Ina Leimgruber) freut sich auf das neue Baugebiet „Wilden“. © Foto: Horst Bendix
Schlatt / Horst Bendix 04.07.2018
Stadtbaumeisterin Helga Monauni rechnet mit der Erschließung des neuen Baugebietes „Wilden“ 2019.

Die Grundstücksverhandlungen waren schwierig, doch Stadtbaumeisterin Helga Monauni machte in der Schlatter Ortschaftsratssitzung am Montagabend große Hoffnung, im nächsten Jahr mit der Bebauung auf „Wilden“ beginnen zu können. Zwar sei immer noch keine Einigung mit allen Beteiligten gefunden worden, doch es fehlen laut Monauni „ja nur noch wenige Quadratmeter“.

Diesem Wunsch schlossen  sich Ortsvorsteher Jürgen Schuler und die Ortschaftsräte an. Das neue Baugebiet soll gerade jungen Familien eine Chance bieten, in schöner Ortsrandlage zu bauen – und im Ort zu bleiben.

Meilenstein für Schlatt

Gebhard Gfrörer, vom gleichnamigen Büro Gfrörer in Empfingen, ging ausführlich auf die Planänderungen ein, die in zwei Teile gegliedert und so auch realisiert werden können. Der erste  Abschnitt betrifft den westlichen Teil, der zweite Abschnitt wird erst dann erschlossen, wenn eine Einigung mit allen Grundstückseigentümern zustande gekommen ist. Auf den nordwestlichen Abschnitt soll verzichtet werden, so Gfrörer, und im Gegenzug hierfür im Gewann Wildäcker im Anschluss an die bereits im rechtskräftigen Flächennutzungsplan geplante Wohnbaufläche in westlicher Richtung eine zusätzliche Entwicklungsfläche neu ausgewiesen werden.

Die beiden Änderungen, so Gebhard Gfrörer, befinden sich am nordwestlichen Siedlungsrand. Die Fläche der Neuausweisung im Gewann Wildäcker umfasst gemäß der Darstellung des Flächennutzungsplanes rund 0,6 Hektar, im selben Atemzug soll eine flächengleiche Reduzierung zwischen Bruppenweg und der Bundesstraße 32 im Gewann Bohnenland vorgenommen werden.

Gfrörer zeigte anhand des Lageplans-Entwurf wesentliche Forderungen, Anregungen sowie Bedenken der Behörden auf, die eingegangen waren, die aber jetzt, so der Planer, zum großen Teil ausgeräumt worden seien.

Jetzt haben die Grundstückseigentümer einen Monat lang Zeit, ihre Bedenken vorzutragen. Es werden aber wohl nicht mehr allzu viele Bedenken sein, davon geht zumindest Gfrörer aus, weil schon viele Einwände berücksichtigt worden sei. Rund 20 Baugrundstücke auf „Wilden“, das wäre für Schlatt ein Meilenstein in der Ortsgeschichte.

Der Ortschaftsrat stimmte zu, und zwar einstimmig. In den Sommermonaten liegt der Plan öffentlich aus, den Satzungsbeschluss könnte der Hechinger Gemeinderat im September fassen, meint Stadtbaumeisterin Helga Monauni.

Auf jeden Fall, so Ortsvorsteher Jürgen Schuler auf eine Anfrage aus den Zuschauerreihen, werde es eine Ein- und Ausfahrt zur B 32 aus dem geplanten Neubaugebiet heraus geben, damit nicht der ganze Anliegerverkehr durch das Nadelöhr bei der Kirche fließt.

Auch im Bauausschuss auf der Tagesordnung

Der Bebauungsplan „Wilden“ für den Hechinger Stadtteil Schlatt ist heute, Mittwoch, auch Thema im Bauausschuss des Gemeinderates. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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