Hechingen Schanze dirigiert das Kammerorchester

Hechingen / SWP 20.04.2016
Christoph Schanze dirigiert das Frühjahrskonzert des Hechinger Kammerorchesters. Das Programm in der Alten Synagoge ist durchweg skandinavisch.

Am kommenden Samstag, 23. April um 20 Uhr gibt das Hechinger Kammerorchester in der Alten Synagoge ein Frühjahrskonzert mit Werken, die eine Reise durch skandinavische Länder widerspiegeln.

Der Dirigent des Abends, Dr. Christoph Schanze, studierte zunächst an der Universität Tübingen Germanistik, um sich danach in Trossingen den Hauptfächern Klavier und Gesang zu widmen. Zudem erhielt er Cembalounterricht und eine Ausbildung im Dirigierfach, letzteres bei Prof. Schreier. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für deutsche Literaturgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter/Frühe Neuzeit, engagiert er sich intensiv bei dem von ihm gegründeten Vokalquintett "ensemble l'art vocal" und bei Konzerttätigkeiten als Pianist und Cembalist in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien. Auch der Kulturverein Hechingen erfreut sich sehr an Schanzes dortiger Arbeit als künstlerischer Leiter.

Ein außergewöhnlicher Hörgenuss erwartet die Zuhörer des Konzerts mit der Serenade für Horn, Pauke und Streichorchester von Hakon Børresen.

Zur besonderen Freude der Musiker des Orchesters konnte die junge Hornistin Amelie Brall gewonnen werden. In Rottweil beheimatet sicherte sie sich vor sechs Jahren einen Platz als Jungstudentin an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Zempléni.

Trotz ihres jungen Alters kann sie bereits auf eine bewegte Musikgeschichte zurückblicken. Eingeflochten in das Studium in Trossingen war ein Aufenthalt am Trinity College of Music and Dance in London. Belegt hat sie aber auch Meisterkurse bei bekannten und international tätigen Hornisten.

Ihre derzeitige Tätigkeit als Solohornistin beim Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen wird ergänzt durch den Bachelorabschluss, den sie im Sommer dieses Jahres in Trossingen erlangen wird, bevor sie das Hornstudium mit dem Master fortsetzen wird.

Neben dem Werk des Dänen Børresen kommen zur Aufführung "Zwei Elegische Melodien" op. 34 von Edvard Grieg, die "Romanze für Streichorchester" op. 26 von Johan Severin Svendsen (beide Norwegen), die "Serenade nach schwedischen Volksmelodien" von Max Bruch und ein "Impromptu" für Streichorchester des Finnen Jean Sibelius.