Hechingen Schafpaten werden mit schneeweißer Wolle belohnt

Wanderschäfer Johannes Smietana und seine Schafpatenherde haben den Kälteeinbruch dank zahlreicher Spenden gut überstanden.
Wanderschäfer Johannes Smietana und seine Schafpatenherde haben den Kälteeinbruch dank zahlreicher Spenden gut überstanden.
Hechingen / SWP 07.03.2012
Die Spenden der Schafpaten und die ersten Sonnenstrahlen machen dem Schäfer Smietana und seiner Herde das Leben wieder leichter.

Der Februar hat den Wanderschäfer Johannes Smietana und seine Herde kalt erwischt. Auf den Weidegründen war kein Grashalm mehr zu holen. Teures Futter musste zugekauft werden. Der Hilferuf des Schäfers hat Anfang Februar die Gemeinde der Schafpaten erreicht und auch die HZ hat zu Spenden aufgerufen - mit Erfolg. Es konnte sofort ein Kostenzuschuss für den Futterkauf gewährt werden.

Die im wesentlichen von dem Hechinger Unternehmer Wolfgang Zwerger gegründete Initiative (www.schafpate.de) unterstützt die Wanderschäferei und will das Bewusstsein deutscher Verbraucher für heimische Produkte stärken und damit auch deutsche Arbeitsplätze gezielt fördern und erhalten. Das Siegel "Schafpate Baden-Württemberg" dokumentiert und garantiert den Weg der Wolle vom Schäfer bis zum Konsument.

Der Kontakt zu Wanderschäfern wie Johannes Smietana ist eng. Aber Männer wie er sind fast immer unterwegs. Deshalb ist es Smietanas Ehefrau Andrea, die sich in einem Rundbrief bei allen Schafpaten und Förderern für die schnelle, unbürokratische Hilfe in der Krise bedankt: "Wir möchten uns sehr herzlich im Namen unserer Merinolandschafe - ihrer Schafpatenherde - für die Futterunterstützung bedanken. Die Tiere waren wie verrückt auf das zusätzliche Futter und sehr dankbar." Das Schäfer-Ehepaar stellt für dieses Jahr beste Wollqualität in Aussicht. Das zusätzliche Futter habe sich positiv auf das Wollvlies ausgewirkt und, gegerbt von dem Schnee r und gebleicht von der Sonne im Frühjahr, werde "die Wolle Ihrer Schafpatenherde bestimmt schneeweiß" werden.

Auch jetzt haben Andrea und Johannes Smietana alle Hände voll zu tun. Bis einschließlich 18. März werden die neuen Lämmer geboren. Anschließend ist bis zirka 20. April Lammzeit-Pause. Danach kommen bis Ende April noch die Nachzügler auf die Welt. Am 1. Mai kehrt die Herde von ihrer Winterweide zurück. Mitte Mai wird die Schafpatenherde dann geschoren.

Jetzt ist Johannes Smietana aber erst einmal "sehr froh, dass die schreckliche Kälte vorüber ist", schreibt seine Frau. "Er hat bei dieser Kälte wirklich alles für seine ,Mädla gegeben, denn sie spielen in seinem Leben die Nr. 1."

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