NECKBREAKER-FEST Rockfans headbangen mit

Richtig was zum Abrocken gabs beim Neckbreaker-Festival auf die Ohren.
Richtig was zum Abrocken gabs beim Neckbreaker-Festival auf die Ohren. © Foto: Klaus Stifel
KLAUS STIFEL 27.10.2014
Es war ein Rockkonzert der Superlative: Die Hardrock- und Metal-Fans gerieten beim von der HZ präsentierten Neckbreaker-Festival im Hechinger WOM ganz aus dem Häuschen. Fünf Livebands gaben ihr Bestes.

Das Neckbreaker-Festival hätte definitiv mehr Besucher verdient gehabt, sagt Florian Jonitz vom Organisationsteam. Aus diesem Grund überlegt er, ob es überhaupt eine siebte Auflage der Live-Veranstaltung geben wird. Zusammen mit seinem Bruder Alexander und Thorsten Landers hatte Florian Jonitz das Konzert im Hechinger WOM auf die Beine.

Thorsten Landers lebt in den USA und steuerte von dort aus die Vorbereitungen - was telefonisch zu machen war. Für den WOM-Besitzer Karl-Heinz Braun war es Neuland. Eine solche Veranstaltung hatte es in seiner Diskothek noch nie gegeben.

Obwohl die Zahl der Besucher überschaubar war: Das Neckbreaker-Festival hat bis heute nicht an Qualität verloren - im Gegenteil. Nicht umsonst reisen stets Fans aus München und der Schweiz an, erzählt Florian Jonitz im Gespräch mit der HZ. "Bewusst legen wir Wert auf kleinere Bands mit bis zu fünf Musikern." Nach dem Balinger Sonnenkeller, dem Tropi in Ebingen, dem Loft in Balingen und dem Hechinger Rock-Café Kiss war das WOM am Wochenende die fünfte Location.

Fünf Live-Bands aus dem süddeutschen Raum rockten und tobten auf der Bühne und boten einen guten Mix aus Heavy Metal, Thrash und Death. Absichtlich habe man Bands verpflichtet, die im Zollernalbkreis noch nie konzertiert hätten, sagt Florian Jonitz. Unter den fünf Bands waren gleich vier neue mit dabei: die Headliner des Abends, "Sacret Steel" aus Ludwigsburg (seit 20 Jahren erfolgreich im Geschäft und als Meilensteine des deutschen Metals bekannt); die "Nuclear Warfare" aus dem Großraum Stuttgart, die frisch von ihrer Brasilien-Tournee zurückkamen und ihren neuen Schlagzeuger Xandao Andralls mitgebracht hatten (der in Hechingen sein Debüt gab); die europaweit bekannten "Black Abyss" aus der Landeshauptstadt sowie die "Witching Hour" aus dem Saarland, die kurzfristig für "Burstin Out" einspringen mussten. Nicht verzichten wollten die Organisatoren auf die Band "Bitterness", die von der Schweizer Grenze stammt und mit ihren harten, aber doch melodischen Songs überzeugte. Die wird von den Gebrüdern Jonitz fast immer eingeplant. "Einfach nur traumhaft", "wunderschön", "so was bleibt unvergesslich" - so die übereinstimmend begeisterten Kommentare der Besucher.