Region Rheuma-Liga klärt auf und kritisiert Ärzte

SWP 08.11.2013
Knochendichtemessung ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Leistung der Krankenkassen. Doch Patienten stoßen dabei auf Probleme.

Es geht darum, dass Ärzte Vorkasse verlangen. Die Deutsche Rheuma-Liga kritisiert diese Praxis und sagt klar: Krankenkassen müssen Knochendichtemessung für Risikopatienten zahlen.

Wie die Deutsche Rheumaliga klarstellt, ist die Rechtslage "eindeutig". Seit Mai 2013 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die so genannte DXA-Messung - und unter bestimmten Voraussetzungen auch dann, wenn noch kein Knochenbruch den Verdacht auf eine Osteoporose nahe legt.

Liegen bestimmte klinische und anamnestische Befunde vor, kann die Knochendichtemessung zusätzliche Informationen bringen, um Nutzen und Risiken einer spezifischen medikamentösen Therapie besser abschätzen zu können.

Doch seit Inkrafttreten des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses mehren sich die Beschwerden: Ärzte fordern betroffene Patienten weiterhin dazu auf, die Leistung aus eigener Tasche zu zahlen und sie sich im Nachhinein von ihrer Krankenkasse erstatten zu lassen.

Der Grund dafür ist die noch fehlende Abrechnungsziffer im Abrechnungssystem der gesetzlichen Krankenversicherungen.

"Den Schwarzen Peter haben die Patienten", kritisiert die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband. "Patienten werden aufs nächste Jahr vertröstet oder verschieben von sich aus die Untersuchung, weil sie nicht in Vorleistung treten können oder wollen. Viele scheuen zudem den organisatorischen Aufwand, der aus unserer Sicht gerade für chronisch Kranke unzumutbar ist", betont Claus Heckmann, Schatzmeister der Deutschen Rheuma-Liga im Gemeinsamen Bundesausschuss.

Die Deutsche Rheuma-Liga hat angekündigt, dass sie den Patientenbeauftragten informiert und sowohl den Spitzenverband der Krankenkassen als auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung auffordern wird, sich noch in diesem Quartal zu einigen.