Rangendingen Rekordverdächtiger Besuch beim Kastanienfest

„300 Jahre alt“ und immer noch taufrisch wie ein Sommermorgen: Der Kirchenchor Rangendingen unter Dirigentin Rosemarie Schoder brillierte am Sonntag zu Ehren des „erst“ 175 Jahre alten Sängerbundes.
„300 Jahre alt“ und immer noch taufrisch wie ein Sommermorgen: Der Kirchenchor Rangendingen unter Dirigentin Rosemarie Schoder brillierte am Sonntag zu Ehren des „erst“ 175 Jahre alten Sängerbundes. © Foto: ks
Rangendingen / ks 11.09.2018
Chorgesang in allen Facetten erlebten hunderte Gäste beim Kastanienfest in Rangendingen.

Fröhlicher Gesang, viele Evergreens und auch einige moderne Schlager erklangen am Wochenende beim Kastanienfest des Sängerbundes Rangendingen. Es war die vierte von fünf Jubiläumsveranstaltungen zum 175-jährigen Vereinsbestehen. Ein Kirchenkonzert  am zweiten Weihnachtsfeiertag wird den Jubiläumsreigen beschließen.

Bei Bilderbuchwetter fand das zweitägige Fest am angestammten Platz unter den Kastanienbäumen am Ortsausgang Richtung Hirrlingen regen Zuspruch. Der Sängerbund hatte unzählige Mitglieder und Helfer aktiviert, damit vor und hinter der Theke alles reibungslos ablief. „Ohne Zusatzpersonal wäre das Fest nicht zu bewältigen“, sagte Sängerbund-Vorsitzender Armin Glatz.

Der laue Sommerabend am Samstag lockte den ersten Schwall an Gästen zur Kastanienallee, wo vor dem Zelt über den Bierbänken Lichterketten brannten. Eingeläutet wurde das zweitägige Fest mit der Aktion „Vesperzeit für alle Leut‘“. Im Verlauf des Abends gratulierte Armin Glatz der aktiven Sängerin Anita Grieb zum 70. Geburtstag. Alle Festbesucher sangen ihr ein Ständchen. Einige nutzten die Musik von Alleinunterhalter Rudi Wiest zum Tanz auf der Bühne.

Sonnenschein pur herrschte am zweiten Festtag. Fast komplett gefüllt war das Festzelt, das in diesem Jahr etwas größer ausgefallen war. Flotte Blasmusik zum Frühschoppen steuerte die Rangendinger Musikkapelle unter der Leitung von Arno Hermann bei. Eigentlich hätte Sängerbund-Bambinichor auftreten sollen, was aber wegen Erkrankung des Dirigenten Michael Binder ausfallen musste. Dafür machten die vier Gastchöre eine gute Figur. Es kamen die „Hatmanntöne“ aus Hohenstein, die in orangen T-Shirts gekleideten „Zollern Voices“ aus Bisingen, der Männergesangverein Empfingen und der Kirchenchor Rangendingen, dem Glatz zum 300-jährigen Jubiläum nachträglich gratulierte. Alle Chöre sangen moderne Literatur und Schlager. So beispielsweise  Max Giesingers 80-Millionen-Song, Christa Stürmers „Seite an Seite“ sowie mehrere Lieder des im Jahr 2014 verstorbenen Komponisten Udo Jürgens.

Einen attraktiven Ausklang nahm das Fest, das es seit 1975 gibt und im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird, mit den legendären Rangendinger „Amoradas“ aus den 60er-Jahren in Originalbesetzung. Wie sich zeigte, sind Evergreens das Spezialgebiet der Combo.

Armin Glatz zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung vollauf zufrieden und sagte: „Das Wetter spielte wieder mit, die  Besucherzahl ist rekordverdächtig. Alles gut!“

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