Zollernalbkreis Regnerisch, kühl und windig

Zollernalbkreis / KARL-HEINZ JETTER 06.08.2012
Pünktlich zum Beginn der Ferien schaltete der Juli auf Sommerwetter - lief aber nurz kurz zu Hochform auf. Insgesamt wars regnerisch und kühl.

Kühl und verregnet begann der Juli. Und in einem Auf und Ab in der Temperatur sollte es so bis zur Monatsmitte bleiben. Bis zum 15. war der Juli noch um ein halbes Grad zu kalt und von den 15 Tagen regnete es an zwölf Tagen mindestens einen oder mehr Liter pro Quadratmeter.

In diesen Zeitraum fiel auch der Siebenschläfertag - an sich bereits am 27. Juni, doch durch die Kalenderreform hat er sich auf den 7. Juli verschoben. Bauern regeln besagen: "Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnets ganze sieben Wochen" oder: "Scheint am Siebenschläfer die Sonne, gibt es sieben Wochen Sonne". Heuer hat es am 27. Juni nicht geregnet - aber am 7. Juli.

Die Freibäder meldeten Besuchermangel und die Bauern warteten sehnsüchtig darauf, endlich mit der noch ausstehenden Heuernte beginnen zu können. Erst im letzten Monatsdrittel beruhigte sich das Wetter. Es wurde trockener und wärmer - jetzt konnte gemäht werden, ohne gleichzeitig einen besorgten Blick zum Himmel richten zu müssen.

Am Donnerstag, 26. Juli, war Ferienbeginn und gleichzeitig der erste heiße Tag im Juli mit 31,5 Grad Celsius. Tags darauf dann der wärmste Tag im Juli - und bis jetzt des ganzen Jahres 2012 - mit bei uns 33 Grad Celsius Lufttemperatur (in zwei Metern Höhe gemessen). Am gleichen Tag und am Folgetag folgten auf die Hitze Gewitter und Regen mit der Niederschlagssumme von 30,8 Litern pro Quadratmeter. Die letzten Tage des Julis waren dann wieder trocken und auch wieder deutlich kühler.

Noch ein paar weitere Zahlen für die Statistik: Mit einer Monatsmitteltemperatur von 17,7 Grad war der heurige Juli durchschnittlich und nur um zwei Zehntelgrade kälter als es der Durchschnittswert (1981 - 2010) mit 17,9 Grad ausweist. Sommertage (25 und mehr Grad) wurden neun und darin enthalten zwei heiße Tage mit 30 und mehr Grad registriert. Durchschnittlich gibt es im Juli 13,6 Sommertage, einschließlich 3,1 heißer Tage mit 30 und mehr Grad.

Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden 18 gezählt, in der Summe kamen 98,0 Liter zusammen. Im Jahr 2011 waren es im Juli beachtliche 160,3 Liter und im Durchschnitt des Vergleichszeitraumes sind es 94,0 Liter/Quadratmeter.

Nebel gab es auf Stationshöhe an keinem einzigen Tag. Gewittert hat es nennenswert an sechs Tagen, der Wind frischte an 13 Tagen bis auf Windstärke 6 (39 und mehr Stundenkilometer) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation 227 Stunden - im Juli des letzten Jahres waren es 223,9 Sonnenscheinstunden; im Vergleichszeitraum gab es durchschnittlich im Juli 240 Sonnenscheinstunden.

Info Alle angeführten Werte

wurden in Heselwangen,

573 Meter über dem Meer,

registriert.

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