Das geplante Windpark-Projekt der EnBW an drei Burladinger Standorten ist ein weitergekommen. Jetzt unterzeichneten Bürgermeister Harry Ebert und Projektleiter Fabian Maisch einen entsprechenden Pachtvertrag.

Theoretisch bis zu zehn Anlagen denkbar

Denkbar sind bis zu zehn Anlagen neuester Generation in den Bereichen „Küche“ bei Hermannsdorf, „Ringelstein“ bei Ringingen sowie „Telle“ bei Stetten. Neun davon stehen auf städtischem Grund.

Laut EnBW haben auf Lasertechnik basierende Windmessungen „die sehr gute Eignung der Standorte bewiesen“. Mitte November begannen mit einer sogenannten „Vorantragskonferenz“ die Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren beim Landratsamt Zollernalb (die HZ berichtete). Wie viele Windräder zuletzt genehmigt und realisiert werden und wie viel Leistung sie erbringe, hängt jetzt von dem ab, was die Gutachten über die Auswirkung der Windräder auf die Natur aussagen.

Um diese Gutachten erstellen zu könnnen, wurden im vergangenen Jahr umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, auf deren Grundlage jetzt die Gutachten erstellt und dann von den Fachbehörden bewertet werden.

EnBW erhielt 2017 den Zuschlag

Rückblick: Die Stadt Burladingen hatte 2017 ein „Interessenbekundungsverfahren Windenergieanlagen“ ausgeschrieben. Die EnBW erhielt im März 2018 den Zuschlag, der auch die Übernahme des Kosten für den notwendigen Flächennutzungsplan beinhaltet.

Nach der Vorantragskonferenz, in der man sich auch über weitere Untersuchungen einigte, plant das Unternehmen, bis zum Sommer 2020 einen Genehmigungsantrag einzureichen.

„Kleines“ oder „großes“ Verfahren?

Anschließend kommt es darauf an, wie sich die Behörde entscheidet – ob ein einfaches Verfahren mit Anhörung der Träger öffentlicher Belange gewählt wird – was einen schnellen Durchlauf ermöglichen würde – oder bo man sich für das „große“ Verfahren entscheidet, das auch die Möglichkeit privater Einsprüche zulässt.

Bis zum Jahresende?

Im ersten Fall beträgt die Frist für ein genehmigungsfähiges Projekt drei Monate, im zweiten kann es länger dauern. Ihr Ziel , so die EnBW, sei es, „Ende 2020 eine Genehmigung in Händen zu halten“.

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Nabenhöhe von 164 Meter


Anlagentyp Zum Anlagentyp für die Standorte erläuterten Projektentwickler Michael Hubmann und Teamleiter Michael Soukup (beide EnBW) 2018 gegenüber dem Gemeinderat, die Windräder modernen Tpys würden eine Nabenhöhe von 164 Metern haben, Rotoren mit einem Durchmesser von 149 Metern und eine Energieleistung von vier Megawatt erbringen. Die Nähe zur Wohnbebauung gaben sie mit einem „Puffer“ von 700 Metern an.

Profit Die Mieteinnahmen aus den Pachtflächen werden gewinnbringend in den Haushalt der Stadt Burladingen einfließen.