RANDNOTIZ: Nur nicht so anstellen mit dem Umstellen

ERNST KLETT 28.10.2014

Waren Sie gestern zerrüttet, durcheinander, nicht Sie selbst, gereizter und grantiger als sonst? Litten Sie unter Dauergähnen? Spielte die Verdauung verrückt? Und das Schlimmste bei allem: Geht es Ihnen heute schon wieder genauso wie am Vortrag?

Alles halb so wild, werte HZ-Leserinnen und HZ-Leser! Sie brauchen sich deshalb überhaupt keine Sorgen machen und schon gar nicht gleich zum Arzt rennen. So wie Ihnen geht es nämlich ganz, ganz vielen Menschen ebenfalls. Sie alle quälen sich mit demselben Auslöser herum: der Zeitumstellung.

Aber, Hand aufs Herz, quält man sich wirklich? Leidet man tatsächlich? Die Uhrenumstellerei, besser, die Beschwererei darüber, ist zum Medienereignis geworden: Kein Radiosender, bei dem man gestern nicht anrufen und seine Beschwerden durchgeben konnte. Und, keine Frage, die sogenannten sozialen Netzwerke brummten unter dem Thema, dass es eine Lust war.

Aber was soll das denn wieder alles? Weil offenbar kein Weg mehr zurückführt, wird halt zwei Mal im Jahr an der Uhr gedreht. Sehen Sie es doch positiv: Sie werden wegen Ihrer deutlich schlechten Laune angegangen? Kein Problem. Schieben Sie es auf die Zeitumstellung! Dann ist Ruhe.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel