RANDNOTIZ: Nach dem Alten Fritz

ERNST KLETT 26.01.2012

Stand er nun ausschließlich auf Männer, oder war der Alte Fritz halt ein überzeugter Frauenhasser? Wie konnte Friedrich der Große ein gnadenloser Kriegstreiber sein und gleichzeitig ein sensibler Philosoph und Musikus? Bis ins Detail blickt die Geschichtswissenschaft nach wie vor nicht durch - 300. Geburtstag hin oder her. Auch der Hechinger Preußenfachmann Uwe Oster musste bei der Geburtstagsparty der HZ manche Frage offen lassen. Das machte aber nichts aus. Denn was der frühere HZ- und jetzige "Damals"-Redakteur seinem interessierten Publikum in gut zwei Stunden alles bot über den doch etwas seltsamen Herrscher und dessen Familie, das war ebenso fesselnd wie unterhaltsam. Ohne übertreiben zu wollen: Osters Zuhörer waren garantiert besser bedient als die des Bundespräsidenten zum selben Anlass wenige Stunden zuvor in Berlin. Was man von Wulffs Geburtstagsbeitrag in den Nachrichtensendern so sah, das riss einen wie üblich nicht mit. Also ein weiteres Mal den Hut gezogen vor dem Hechinger Historiker und Autor.

Ihnen, liebe HZ-Leserinnen und HZ-Leser, ist das aber mittlerweile alles ein bissle zu viel Friedrich und mehr als genug Monarchie? Keine Angst! Die HZ ist zwar weiterhin stolz auf die hohenzollerische Sonderstellung, versichert aber ausdrücklich: Es war eine kurzweilige Geschichtsstunde aus gegebenem Anlass - und der November 1918 geht weiterhin voll in Ordnung.

Nachdem sich die HZ-Redaktion als geeignete Umgebung für Veranstaltungen mit hohem Erlebnisfaktor erwiesen hat, wollen wir nun für Fortsetzungen in lockerer Reihenfolge sorgen. Bei den Themen sind wir völlig offen. Gerne darf dem Preußenkönig auch der totale Kontrast folgen: Nach dem Alten Fritz vielleicht ein Abend über Fritz the Cat, den Kultcomic-Kater? Lassen Sie sich überraschen!

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