Stetten bei Hechingen Quilten ist eine Kunst

FRANZ BUCKENMAIER 01.04.2015
Eine interessante Ausstellung mit Patchworkarbeiten gab es jüngst im Johannessaal der Stettener Klosterkirche zu bewundern.

Im Rahmen der Vorstellung von Hobbykünstlern hat die in Stetten lebende Elfriede Buck dieser Tage traditionelle und moderne Patchworkarbeiten sowie diverse andere Näharbeiten im Johannessaal ausgestellt. Die Ausstellung umfasste große Decken, Wandbehänge, Taschen, Kissen und kleine Teile in vielseitigen Techniken.

Elfriede Buck ist seit vielen Jahren Mitglied der Gruppe "1001 Quilt" in Mössingen, in der immer neue Ideen und Techniken erprobt werden. Während der Ausstellung stand Elfriede Buck den Besuchern jederzeit zur Klärung der Frage "Was ist Patchwork?" zur Verfügung, und so erfuhren die Besucher, dass man heute, wenn man von Patchwork spricht, meistens an die amerikanischen Siedlerfrauen denkt, die aus der Not heraus aus gebrauchten Textilien gute Teile herausschnitten und diese wieder zusammennähten. So entstanden aus Quadraten, Dreiecken, Rauten und anderen Formen neue Muster, die zu Decken wurden. Um diese haltbarer und wärmer zu machen, wurde eine Lage Vlies (Wolle oder Baumwolle) unterlegt und mit einer Stoffrückseite versehen.

Diese drei Lagen mussten zusammengehalten werden, was durch das Quilten (Steppen) geschah. Diese Sandwichtechnik wurde auch bei den Ausstellungsstücken angewendet. Das Vlies ist heute meistens aus Polyester. Zum Quilten wird inzwischen außerdem häufig die Maschine benutzt. Dennoch ist Patchwork heute mehr denn je ein meist farbenfrohes Kunsthandwerk.