Hechingen Premiere in Westfalen

Marc Müller von der LG Steinlach (Mitte) beim 100-Meter-Lauf bei den Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften.
Marc Müller von der LG Steinlach (Mitte) beim 100-Meter-Lauf bei den Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften.
Hechingen / MARTIN GRUNDMANN 23.08.2012
Premiere in Westfalen: Zum ersten Mal haben mit Jule Eissler, Marc Müller und Sören Rath Schüler der LG Steinlach - die mit dem TV Hechingen kooperiert - an Deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Die Jugendlichen waren von der Kulisse mit gut 500 Starterinnen und Startern im westfälischen Wesel beeindruckt. Nervosität machte sich zu Beginn breit. Marc Müller meisterte diese Situation aber hervorragend und erzielte mit neuer Bestleistung von 4878 Punkten im Neunkampf der M14 einen ausgezeichneten 5. Rang. Sören Rath war im Blockmehrkampf Wurf der M14 auf dem Weg zu einer ähnlichen Platzierung, bis er seine Träume mit drei ungültigen Versuchen im Diskuswurf begraben musste. Er kam schließlich auf Rang 27. Jule Eissler erlitt dasselbe Schicksal im Weitsprung des Siebenkampfs der W14, so dass es am Schluß nur zu Rang 29 reichte.

Marc Müller bewies auch in dieser neuen, ungewohnten Umgebung seine Wettkämpfermentalität. So steigerte er sich gleich zum Auftakt über 100m um vier Zehntel auf 11,88s - Rang 2 nach der ersten Disziplin. Auch im Weitsprung (5,49m) und mit der Kugel (10,89m) lag er im Bereich seiner Bestweiten. Im Hochsprung scheiterte er sehr knapp an der neuen persönlichen Bestleistung von 1,68m. Damit hatte er am ersten Tag im Vierkampf 2201 Punkte gesammelt, übertraf den Kreisrekord von Sören Rath und lag auf einem unerwarteten 5. Rang.

Zum Beginn des zweiten Tages machte Marc Müller in seiner Paradedisziplin 80m Hürden mit der schnellsten Zeit des Starterfeldes (11,45s) weitere Punkte gut und schob sich zwischenzeitlich auf Rang 3 vor. Im Diskus (35,15m) und Stabhoch (3,00m) folgten weitere gute Leistungen. Im Speerwurf blieb er mit 32,31m unter seinen Erwartungen. Im abschließenden 1000m-Lauf durfte er als eher schwächerer 1000m-Läufer nur wenige Meter verlieren, wollte er seinen Platz halten. Er kämpfte bravourös und kam in neuer Bestzeit von 3:14,47min ins Ziel. Damit hatte er seinen tollen 5. Rang erfolgreich verteidigt. Unter dem Strich hatte er seine Neunkampf-Bestleistung von den württembergischen Schülermeisterschaften nochmals um 200 Punkte auf nun 4878 Punkte gesteigert - ein beeindruckender Einstand auf deutscher Ebene.

Sören Rath startete bei der M14 im Blockmehrkampf Wurf der M14. Er war mit der zwölftbesten Punktzahl angemeldet. Über die 80m Hürden begann er mit neuer persönlicher Bestleistung (12,99s). Im Weitsprung sprang er ordentliche 5,55m weit und im Kugelstoßen blieb er mit 11,69m etwas unter seinen Möglichkeiten. Im abschließenden 100m-Sprint steigerte er sich auf 12,25s. Doch in seiner Paradedisziplin Diskuswurf, in welcher er zuletzt Baden-Württembergischer Vize-Schülermeister geworden war, sollte es ausgerechnet bei den Deutschen nicht klappen. Nach einem ungültigen Versuch segelte der zweite Wurf knapp an die 45m-Linie. Doch der Wurf wurde ungültig gegeben. Als im dritten und letzten Versuch ein ungültiger Wurf ins Netz folgte, waren die Aussichten auf Rang 5 oder 6 zunichte, und Sören Rath fand sich ohne Diskuspunkte auf Rang 27 wieder.

Bei der W14 hatte sich Jule Eissler im Siebenkampf auf Rang 29 für diese Meisterschaft qualifiziert. Trotz aller Aufregung lief sie zu Beginn ein starkes 80m-Hürden-Rennen. 12,82s bedeuteten fast Einstellung der persönlichen Bestleistung. Im anschließenden Kugelstoßen (9,01m) und Hochsprung (1,40m) blieb sie etwas unter ihren Möglichkeiten, lag aber weiterhin im Plan. Sie ließ 13,29s über 100m folgen, so sie nach dem ersten Tag auf Rang 23 platziert war. Am zweiten Tag erzielte sie im Speerwurf, etwas gehandicapt durch eine Schulterverletzung, gute 25,49m. Doch dann unterlief ihr im Weitsprung dasselbe Missgeschick wie Sören Rath. Sie übertrat alle drei Versuche und rutschte dadurch auf Rang 29 ab.

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