In Coronazeiten ist ja so vieles anders. Mit einem Drive-in-Gottesdienst auf dem Hechinger Festplatz im Weiher gab es Christi Himmelfahrt aber doch eine ungewöhnliche Premiere, die allerdings allen Teilnehmen sichtlich Freude machte.

Wo allabendlich Ralf Merkel zum Kinovergnügen einlädt, fragte nun Pfarrer Michael Knaus: Was heißt Himmel für mich? Die Kooperation zwischen Kinobetreiber und Kirche ist dabei nicht neu. Im Herbst hatten sich beide zusammengetan, um den Film über Joseph Ratzinger, „Verteidiger des Glaubens“, zu zeigen. Damals ganz klassisch im Kino, mit anschließendem Publikumsgespräch.

Von allen Seiten gab’s Unterstützung

So lag Pfarrer Michael Knaus die Idee eines Auto-Gottesdienstes gar nicht so fern. Kinobetreiber Ralf Merkel machte sofort mit, stellte vor allem die Frequenz zur Verfügung, die für die Übertragung des Gottesdienstes in die Fahrzeuge sorgt. Technische Unterstützung für die Live-Übertragung gab es von Veranstaltungsprofi Jürgen Wirth von der Hechinger Firma AMS. Hechingens Stadtpfarrer fand schnell viele Mitstreiter. „Da sind so viele, die Lust haben, etwas zu machen. Das macht so richtig Spaß.“ Und so sorgte die Jungend, vor allem die Ministrantengruppe, für die Aus- und Beschilderung, wies den Autofahren den Weg, winkte, bis der richtige Parkplatz gefunden war. Kurz vor Beginn gegen 14 Uhr hieß es dann schnell noch: Alle noch eine Reihe vorfahren.

Zum Schluss wurden die Fahrzeuge gesegnet

Als improvisierter Altarraum diente ein leergeräumter Getränkelaster, als Umkleide ein Wohnmobil. Pfarrer Michael Knaus, Pastoralreferentin Ulrike Stoll-Dyma und Pastroralassistent Christoph Moos wünschten der Gemeinde (man musste allerdings nicht unbedingt katholisch sein) einen wunderschönen Tag: „Genießen Sie die Zeit.“
Zum Schluss des Drive-in-Gottesdienstes wurden alle Fahrzeuge gesegnet. Nach einer halben Stunde war Schluss. Bei dem sonnigen Wetter war es in den Autos da auch schon ganz schön warm geworden.

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