Höfendorf Plaudern aus dem Bienenkästchen

Herbert Beiter, Hans-Paul Möller und Karl Gölz (von links) informierten beim Bienenfest des Obst- und Gartenbauvereins Höfendorf über das aktuelle Bienenjahr und die optimale Bienenpflege.
Herbert Beiter, Hans-Paul Möller und Karl Gölz (von links) informierten beim Bienenfest des Obst- und Gartenbauvereins Höfendorf über das aktuelle Bienenjahr und die optimale Bienenpflege. © Foto: Ralf Dieringer
Höfendorf / Von Ralf Dieringer 12.06.2018
Informationen von den Bio-Imkern Herbert Beiter und Karl Gölz erhielten Interessierte beim Bienenfest in Höfendorf.

Es gibt wohl kein von Insekten hergestelltes Produkt, das für den Menschen so nützlich und lecker ist wie der Honig. Dafür sind die Honigbienen verantwortlich. Zu deren Ehren fand am Sonntag wieder das Bienenfest auf der Obstanlage am alten Turnplatz in Höfendorf statt. Der Obst- und Gartenbauverein des Rangendinger Teilorts sorgte bei hochsommerlichen Temperaturen für beste Bewirtung.

Als Programmpunkt gab es eine Podiumsdiskussion mit den beiden Bio-Imkern Herbert Beiter und Karl Gölz. Moderiert wurde die muntere Runde vom Vereinsvorsitzenden Hans-Paul Möller. Nach dessen einleitenden Worten übernahmen auch gleich die beiden Experten das Wort und erläuterten den gespannt lauschenden Zuhörern das aktuelle Bienenjahr und was es für ein solches braucht, damit es ein gutes wird. Sie berichteten über die optimale Bienenpflege und was Bio-Imker von kommerziellen Imkern unterscheidet.

„Wer Spray aus der Dose zum Beruhigen der Bienen verwendet, sprüht automatisch Chemie in die Waben und somit auch in den später daraus gewonnenen Honig“, erläuterte Beiter. Zwischendurch gab es auch immer wieder die Möglichkeit, Fragen aus der Runde zu stellen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Sowohl Gölz als auch Beiter berichteten, dass sie aufgrund der frühen Blüte bereits im Mai das erste Mal Honig „geschleudert“ haben. So nennt sich das Verfahren zur Honiggewinnung.

Sobald der Verdacht besteht, dass die Bienen mit dem Honigsammeln fertig sind, sollten die Waben stichprobenartig kontrolliert werden, ob sie gefüllt und gedeckelt sind. Gedeckelt bedeutet, dass die Bienen einen Wachspfropfen auf die mit Honig gefüllten Waben gebaut haben.

Der Reifegrad des Honigs ist von entscheidender Bedeutung. Reife bedeutet nichts anderes, als dass der Wassergehalt des Honigs im idealen Bereich liegt. Ist der Wassergehalt beim Schleudern zu hoch (über 20 Prozent), dann kann der Honig gären. Ist der Wassergehalt zu niedrig (unter 15 Prozent), ist der Honig steinhart.

Jedoch wurde nicht nur verbal gefachsimpelt, sondern es lag auch Fachliteratur zum Reinlesen und Mitnehmen aus. Außerdem bestand die Möglichkeit, Insekten- und Vogelhäuser zu erwerben. Für die kleinen Gäste gab es dieses Jahr wieder eine Bastelstation, bei der aus alten Dosen mit ein paar Handgriffen und Modifizierungen Bienenhäuser gebastelt werden konnten.

Die vielfältige Auswahl an Kuchen und gekühlten Getränken ließ die zahlreichen Festbesucher gesellig verweilen.

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