Bietenhausen Pinienzapfen sollen das alte Wehr zieren

Das Starzelwehr soll durch zwei Pinienzapfen sein historisches Aussehen zurück erhalten.
Das Starzelwehr soll durch zwei Pinienzapfen sein historisches Aussehen zurück erhalten. © Foto: ks
Bietenhausen / ks 05.09.2018

Das renovierungsbedürftige Kriegerdenkmal bei der Bietenhausener Kirche soll ein Thema beim Ortsrundgang am Montag, 8. Oktober,  sein. Ortsvorsteher Josef Pfister regte in der jüngsten Ortschaftsratssitzung an, die sechs Steinkreuze aus rotem Sandstein und das dahinter stehende Ehrenmal reinigen zu lassen und das Eingemeißelte wieder lesbarer zu machen.

Ein weiteres Thema für den Ortsrundgang dürfte auch die Friedhofsgestaltung sein. Die bisherigen Pflastersteine auf dem Friedhof seien bereits 40 Jahre alt, so Pfister. Ob die Steine weiter verwendet werden können, sei fraglich. Die Kosten für eine Aufbereitung schätzte er auf 10 000 Euro.

Am liebsten hätte der Ort­schaftsrat solche Steine, wie sie in Höfendorf bei der Platzsanierung vor dem Franz-von-Sales-Haus verlegt werden. Der Umfang der Friedhofssanierung ist jedoch noch nicht ganz klar. „Ein wenig Gestaltung muss schon noch rein“, wünschte sich Ortschaftsrat Siegbert Albus, der zudem unterstrich: „Die Fußwege auf dem Friedhof weisen Stolperfallen auf und die Flächen gehören begradigt.“ Die Hauptzufahrt zum Friedhof soll so bleiben wie sie ist.

Weitere Meldungen

Wie weiter zur Sprache kam, ist die Bußstraße in Bietenhausen im Bereich des Kinderspielplatzes seit Ende August als Tempo-20-Zone ausgewiesen. Entsprechende Verkehrsschilder wurden aufgestellt. Zum Schutz der Kinder wurde im Eingangs- und  Ausgangsbereich, der sich gegenüber dem Feuerwehrhaus befindet, rot-weiße Absperrbügel angebracht.

Nach wie vor ist der mächtige Ahornbaum an der oberen Ortseinfahrt einigen Bürgern ein Dorn im Auge. Ortschaftsrätin Lisa Eberhart hakte in der Sitzung am Montagabend nochmals nach. Sie fragte, ob der Baum, der viel Laub abwerfe, nicht doch noch entfernt werden könnte. Der Ortsvorsteher bekräftigte hingegen, dass der Baum an der viel befahrenen Straße aus Umweltaspekten – so wie vom Gremium beschlossen – stehen bleibe.

Das denkmalgeschütze Wehr aus dem Jahr 1735 im Bereich der Starzelbrücke beim Schützenhaus soll wieder so aussehen wie einst: links und rechts geziert mit je einem steinernen, etwa 50 Zentimeter hohen Pinienzapfen.

Um den historischen Anblick des Kleindenkmals wieder herzustellen, übergab der Hirrlinger Heimatforscher Pius Saile kürzlich Ortsvorsteher Josef Pfister zwei solcher Pinienzapfen – die schon im Altertum Wehre und Plätze schmückten. Der Termin zur Befestigung steht noch nicht fest.

Wehr diente einst dem Antrieb der Mühle

Historie Die durch das Wehr beim heutigen Bietenhausener Schützenhaus angestauten Gewässer dienten ab 1735 zum Antrieb der oberen Mühle und später zur Erzeugung von Strom. Im Jahr 1978 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und der Kanal zugeschüttet. Die Gemeinde Rangendingen und die Ortschaftsverwaltung unter Gerhard Jauß haben dieses Kleindenkmal aus dem 18. Jahrhundert am Verlauf des ehemaligen Mühlenkanals im Winter 2009 gut sichtbar in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Standort an der Starzel platzieren lassen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel