Sozialverband Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden

Die Hechinger VdK-Familie feierte im katholischen Gemeindehaus. Vorsitzender Joachim Wien (Mitte) begrüßte auch Bürgermeisterin Dorothea Bachmann und Pfarrer Gabriel Maiwald.
Die Hechinger VdK-Familie feierte im katholischen Gemeindehaus. Vorsitzender Joachim Wien (Mitte) begrüßte auch Bürgermeisterin Dorothea Bachmann und Pfarrer Gabriel Maiwald. © Foto: Jörg Wahl
Hechingen / Jörg Wahl 14.12.2016

Im Mittelpunkt steht der Mensch. Diese Maxime des VdK bekräftigte bei der Weihnachts- und Jahresabschlussfeier des Ortsverbands Hechingen im katholischen Gemeindehaus der stellvertretende Kreisvorsitzende Karl-Heinz Wolf. Der Verband setze sich weiterhin ein für eine barrierefrei Umwelt, deren Grundlage wiederum ein qualitativ hochwertiges Gesundheitswesen sei mit der Maßgabe „Gesundheit muss für alle bezahlbar sein“. Bei der Pflegeversicherung, so Karl-Heinz Wolf weiter, müsse gelten, dass die Pflege von Angehörigen nicht zur Armutsfalle werden darf. Gleiches gelte bei der Rentenversicherung im Falle der Erwerbsminderung.

Gesellig und festlich

Allerdings stand bei der Zusammenkunft die aktuelle Jahreszeit im Mittelpunkt: Für die zahlreichen Teilnehmer standen Geselligkeit und Festlichkeit im Mittelpunkt. Mit markanten Harfentönen zu „Schneeflöckchen Weißröckchen“ hatte Friedrich Schuster den Nachmittag musikalisch eröffnet. Vorsitzender Joachim Wien schaute aufs Jahr zurück und nannte als herausragende Aktivitäten des Ortsverbandes die Ausflüge auf die Insel Mainau und nach Konstanz.

Bürgermeisterin Dorothea Bachmann stellte die Bedeutung  des VdK heraus. Der Verband setze sich voll und ganz für ältere, behinderte, erkrankte und notleidende Menschen ein. Sie selbst habe am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich das Leben ändern könne und man auf die Hilfe anderer angewiesen sei.

Pfarrer Gabriel Maiwald ging  auf die Adventszeit ein. Leider verfalle sie immer mehr dem kommerziellen Rummel. Der Geistliche verdeutlichte den christlichen Ursprung der Vorweihnachtszeit und erläuterte  Gedanken zum Stern von Bethlehem. Der Pfarrer appellierte an seine Zuhörer, Unwichtiges beiseite zu lassen und sich auf Weihnachten zu besinnen, das nicht mit dem 2. Feiertag zu Ende sei.

Mit den Gedichtvorträgen „Der verlorene Wunschzettel“ und „Dann leuchtet ein Stern“ bereicherte Gabriele Gegenfurtner das Programm. Helen Bachmann begeisterte ihre Zuhörer mit dem Heinz-Erhardt-Vortrag „Die Made“. Die gemütliche Runde bei Kaffee, Kuchen und später einem Essen zog sich noch bis zur Abendstunde hin.

Bundesweit knapp 1,5 Millionen Mitglieder

Der größte Sozialverband Mit seinen annähernd 1,5 Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband in Deutschland. Der VdK-Kreisverband Zollernalb zählt 5258 Mitglieder (Stand Oktober 2015).

Der große Interessensvertreter Einst gegründet ausschließlich als Fürsprecher von Kriegsopfern und Hinterbliebenen, hat der Sozialverband VdK seine Angebotspalette mit den Jahren enorm erweitert. Der Verband tritt unter anderem ein für Menschen mit Behinderungen, Chronisch Kranke, Arbeitslose, Hinterbliebene, Pflegebedürftige, Sozialhilfeempfänger, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstgeschädigte, Unfallopfer und Rentner.