Hechingen Petra Nann wagt den Kaffee-Entzug

Petra Nann ist Bloggerin von #imländle. Mehr darüber unter www.imlaendle.de.
Petra Nann ist Bloggerin von #imländle. Mehr darüber unter www.imlaendle.de. © Foto: privat
Hechingen / Petra Nann 13.02.2018
HZ-Bloggerin Petra Nann wagt es: ein Leben ohne Kaffee. Und wünscht ab Mittwoch eine gute Fastenzeit.

Jetzt geht sie los, die Fastenzeit. Viele von uns nutzen die Tage, um sich selbst und ihrem Körper durch Enthaltsamkeit etwas Gutes zu tun. Ich habe es letztes Jahr versucht, bin kläglich gescheitert und habe heuer einen neuen Anlauf gewagt: ein Leben ohne Kaffee. Die ersten vier Tage waren wahrlich nicht einfach. Gequält von Kopf- und Gliederschmerzen und gleichzeitig unglaublich müde schlich ich durch die Welt und wollte nur eines: schlafen. Hättet ihr gedacht, dass Koffein-Entzug so deutlich zu spüren ist? Ich nicht! Am fünften Tag ging es mir endlich wieder gut. Seither bin ich kaffeefrei und fühle mich besser als zuvor.

Wieder einmal wird mir bewusst, wie viel Gewohnheitstier in uns steckt und wie schwer es fällt, sich von Gewohnheiten zu verabschieden. Außerdem frage ich mich, wie es sein kann, dass man denkt, ein Tag könne nur mit dem ersten Schluck Kaffee beginnen. Ist das nicht komisch und vor allem spannend? Was passiert mit uns, wenn wir eine (vermeintlich lebensnotwendige) Gewohnheit, egal welche, ablegen? Und wie lange dauert es, bis sich unser Körper – und vor allem unser Kopf – an den Verzicht gewöhnt hat?

Ich habe bei diesem Experiment eindeutig erkannt, dass ich ohne Kaffee nicht tot umfalle, ganz im Gegenteil: Ich bin voll im Leben. In diesem Sinne wünsche ich eine gute Fastenzeit!

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