„Die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern sind am Ende ihrer Kräfte, und das nicht erst seit der Corona-Pandemie“, betonte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Madeleine Glaser. “Schon seit Jahren mache man darauf aufmerksam, dass an allen Ecken und Enden Personal fehlte. „Doch bis auf viele Versprechungen kommt in den Kliniken nichts an“, so Glaser.

Immer nur vertröstet

Im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege wurden die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutschen Pflegerat und ver.di damit beauftragt, ein Instrument zur Personalbemessung zu erarbeiten. Seit über einem Jahr liege dieses vor, doch passiert sei damit nichts. „Die Geduld der Pflegekräfte ist längst aufgebraucht. Sie haben es satt, sich immer wieder vertrösten zu lassen“, betonte der Frank Hipp, Betriebsratsvorsitzender in Albstadt, an die Adresse von Gesundheitsminister Jens Spahn.

Keine gute Versorgung

Andernfalls sei zu befürchten, dass die Flucht aus der Pflege nach der Pandemie noch zunimmt. Um das zu verhindern, braucht es aus Verdi-Sicht dringend Personalvorgaben, die sich am Pflegebedarf orientieren. Das Vorhaben dürfe nicht mit Verweis auf ein noch zu entwickelndes wissenschaftliches Verfahren zur Personalbemessung auf die lange Bank geschoben werden. „Die bestehenden Personaluntergrenzen sind völlig unzureichend und garantieren keine gute Versorgung“, resümiert Glaser.

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