Der Altar in der Ägidius-Kirche in Höfendorf glänzte, am Hochaltar brannten die Festtagskerzen und am rechten Seitenaltar stand die Holzfigur des Heiligen Ägidius. Mesnerin Paula Beiter hatte das etwa ein Meter hohe Kunstwerk extra aus dem Bühnenraum des Franz-von-Sales-Hauses geholt und es beim Patrozinium anlässlich des Namenstags ihres Schutzpatrons mit Sonnenblumen und Orchideen für Sonntag geschmückt.

Das Leben, Wirken und Leiden des Heiligen Ägidiu

Musikalisch umrahmt wurde das von Pater Artur zelebrierte Hochamt durch eine Abordnung des Musikvereins Höfendorf, die Elmar Schneider dirigierte. Ronald Höllich vom Gemeindeteam eröffnete den Gottesdienst. Er erzählte über das Leben, Wirken und Leiden des Heiligen Ägidius, der um das Jahr 640 in Athen geboren wurde, später nach Frankreich kam und dort 720 verstarb.

„Der Legende nach nährte ihn durch Gottes Fügung eine Hirschkuh mit ihrer Milch“, berichtete Höllich. Weiter hieß es, dass während einer Jagd des Westgotenkönigs Wamba eine Hirschkuh zu Ägidius flüchtete, dieser sich schützend vor das Tier stellte und so versehentlich von einem Pfeil getroffen worden sei. Der „Schildhalter“, wie Ägidius laut Höllich auch genannt wird, zähle mit zu den 14 Nothelfern. Außerdem sei er der Schutzpatron der Jäger, Hirten und stillenden Mütter.

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Zum Schluss des Hochamtes sangen die Gläubigen das fünfstrophige Sankt-Ägidius-Lied, bevor es zum Weiterfeiern ins Mehrgenerationenhaus ging, wo das Gemeindeteam warmen Leberkäse und Hefezopf auftischte.