Schönheit kennt keinen Schmerz, sagt Alraune und lässt ihre Geschöpfe wieder nach Lust und Laune nach ihrer Pfeife tanzen. Diesmal wird die Künstlerin ihre Kunst-Menschen in „Alraunes Schönheitsklinik“ einweisen. Den Winter nimmt sie sich Zeit für ihr „blutiges Projekt.

Noch ein Besuch im Grand Café

Aber zuerst einmal steht der letzte Öffnungstag der aktuellen Ausstellung vor der Tür: Morgen, 1. November, besteht letztmals die Gelegenheit, in Alraunes Privatmuseum im ehemaligen Gasthaus „Schwanen“ das „Grand Café“ zu besuchen.

Die Besucher sollten die elegant-distinguierte Atmosphäre im Grand Café noch einmal ausgiebig genießen, denn nächstes Jahr wird’s blutig: Nach dem großen Erfolg des „wundersamen Sanatoriums“ im Jahr 2016 folgt nämlich nun die schaurig-schöne Hardcore-Fortsetzung.

Feierliches Tränensack-Lifting

Alraune selbst wirft einen Blick in die Zukunft, genauer: auf den Ostersonntag, 12. April 2020, wenn sich nämlich die Pforten ihrer „Schönheitsklinik“ öffnen: „Es ist das Zauberberg-Gefühl, dass Sie beschleicht, wenn Sie eintreten in den Speisesaal der Rekonvaleszenten. Dazu spielt der Klinik-Chefkoch auch noch Chopin! Jetzt sind Sie angekommen im Reich der Lust, der Schönheit(s-Chirurgie), der Dekadenz, des Schmerzes. Dazu wird eine höchst merkwürdige Diät verabreicht. Assistieren Sie bei einem feierlichen Tränensack-Lifting und erleben Sie bärtige Damen beim Bar-Pfleger Roh-Bärt. Werden Sie Zeuge eines Facelifts mit Sicherheitsnadeln und besuchen Sie Dr. Fleming bei einer Brustimplantat-Beratung oder erleben Sie Dr. Zwickmichs Entgiftungsmethode mit Spinnenseide. Wussten Sie übrigens, dass Kaviar den Alterungsprozess umkehrt und aus abgetrennten Hängebäuchen ganz tolle Sofakissen werden? Die Gewinnung von Botox aus vergammelten Brathähnchen  ist ein Thema für sich. Was die Tote im Koffer angeht: Daran ist möglicherweise der Spritzenpapst Dr. Branduardi Schuld. Aber keine Sorge, Alraunes Großtante ist Miss Marple und die ermittelt bereits vor Ort.“

Grenzenlose Fantasie

Man sieht: Der Fantasie der Künstlerin Stefanie „Alraune“ Siebert sind keine, aber auch gar keine Grenzen gesetzt. Jede  Saison wechselt sie das Thema der Ausstellung, die sich über drei Stockwerke und zirka 700 Quadratmeter in dem historischen Hotel-Restaurant am Haigerlocher Marktplatz ausdehnt. Die Verwandlung der Figuren und raumgreifenden Szenerien findet immer über die Wintermonate statt. In dieser Zeit bleibt das Haus geschlossen.

Alraunes Sonn- und Feiertagmuseum hat dieses Jahr an Allerheiligen, 1. November, das letzte Mal geöffnet.

Info Kontakt: Alraunes Privatmuseum, Marktplatz 5, Haigerloch, Tel.: 07474/9580758, E-Mail: hanssiebert@t-online.de, Internet: www.panoptikum-siebert.de

[Link auf http://www.panoptikum-siebert.de]Das kön nte dich auch interessieren: