Stein Nur acht Plätze, keine Erweiterung

So könnte das Baugebiet Furth in Stein aussehen: Die bevorzugte Variante des städtebaulichen Konzepts beinhaltet eine Straße, welche die durchgängige innere Erschließung ermöglicht.
So könnte das Baugebiet Furth in Stein aussehen: Die bevorzugte Variante des städtebaulichen Konzepts beinhaltet eine Straße, welche die durchgängige innere Erschließung ermöglicht. © Foto: Diana Maute
stein / Diana Maute 17.05.2018
Acht Bauplätze sind in Stein zum Greifen nah: Der Ortschaftsrat votiert für einen Entwurf im Gebiet „Furth“.

In Stein nehmen die Planungen für das neue Baugebiet „Furth“ immer konkretere Formen an. Ein städtebauliches Konzept, das acht Bauplätze vorsieht, ist bereits erstellt. Im Steinemer Gremium herrscht große Erleichterung darüber, dass das geplante Neubaugebiet am östlichen Ortsausgang mit ziemlicher Sicherheit schon bald realisiert werden kann. Dass dabei weniger Bauplätze entstehen als zunächst erhofft, ist ein kleiner Wermutstropfen.

Wie das Baugebiet konkret aussehen könnte wurde dem Gremium und interessierten Bürgern in der Ortschaftsratssitzung am Dienstag vorgestellt. Stadtbaumeisterin Helga Monauni und Dr. Klaus Grossmann, der für die Planung zuständig ist, präsentierten ein städtebauliches Konzept, das zwei verschiedene Planungsvarianten beinhaltet. Bevor diese in Augenschein genommen wurden, hatte Helga Monauni eine wenig erfreuliche Nachricht zu verkünden: Der Regionalverband hat der vom Ortschaftsrat ins Auge gefassten Erweiterung des Neubaugebiets in Richtung Hechingen, die über den Flächennutzungsplan hinausgegangen wäre, eine klare Absage erteilt. Die dafür in Frage kommende Fläche ist als Grünzäsur gekennzeichnet – ein raumordnerisches Gebiet, das verhindern soll, dass Orte zusammenwachsen. Eine Erweiterung ist deshalb nicht möglich.

Eine Zahl, die enttäuscht

Klaus Grossmann stellte die beiden aktuellen Planungsvarianten des 0,7 Hektar großen Baugebietes im Detail vor. Vorgesehen sind bei beiden Konzepten acht Bauplätze; eine Zahl, die im Gremium für Enttäuschung sorgte. „Wir hätten uns schon den einen oder anderen Platz mehr erhofft“, gab Ortsvorsteher Klaus Schetter offen zu.

Während die erste Variante etwas kleinere Grundstücke sowie eine Straße durch das Baugebiet aufweist, wäre in der zweiten die Erschließung von der Landstraße aus vorgesehen. Dies würde zwar etwas größere Bauplätze mit sich bringen, aber auch die Ein- und Ausfahrt über den an der Landstraße entlang führenden Gehweg und den Radweg erfordern.

Das Gremium sprach sich nach eingehender Beratung schließlich für die erste Variante aus. Diese beinhaltet acht Bauplätze mit Grundstücksgrößen zwischen 600 und 635 Quadratmetern, die mit einer Breite von acht bis 22 Metern ziemlich schmal ausfallen. Die Bauweise ist zweigeschossig, der Bau von Doppelhäusern wäre möglich. „Stadtplanerisch und architektonisch könnte das ziemlich interessant sein“, betonte Grossmann. Entstehen würden zudem sieben öffentliche Stellplätze sowie eine 530 Quadratmeter große Retentionsfläche für Oberflächenwasser.

Sehr gut: wenig Verkehr

Als großen Vorteil dieser Variante werteten die Räte vor allem die durchgängige innere Erschließung, die nicht nur aus verkehrsrechtlicher Sicht vorzuziehen sei: „Ein Neubaugebiet ist vor allem für junge Familien attraktiv, und für spielende Kinder ist eine durch das Wohngebiet laufende Straße mit wenig Verkehr viel besser.“ Große Grundstücke seien ohnehin nicht mehr so gefragt und die versetzte Anordnung der Häuser würde dafür sorgen, dass mit wenig Beschattung zu rechnen wäre. Der nächste Schritt sei nun der Aufstellungsbeschluss, kündigte Helga Monauni an, die das Gremium ausdrücklich für die gute Vorarbeit lobte.

Solarbausteine für die Auchterthalle

Sonnenenergie Im Fokus stand im Ortschaftsrat Stein ebenfalls die geplante Photovoltaikanlage für das Dach der Auchterthalle. Almut Petersen von der Gemeinschaftsanlagen Hechingen GbR erläuterte das Projekt, das die Installation einer etwa 70 kWp großen Solarstromanlage vorsieht. Bürger können sich über den Kauf von Solarbausteinen an der Anlage beteiligen und erhalten 20 Jahre lang eine feste Ausschüttung, die über die Solarstromerträge erwirtschaftet wird. Der Zins liegt bei 2,3 Prozent. Bewohner von Stein werden bei der Vergabe der Bausteine für die Auchterthalle bevorzugt.

Auskunft Weitere Infos gibt es unter Telefon 07471/622621 oder unter www.gemeinschaftsanlagen-hechingen.de.