Hechingen Ohne Kleinlaster geht nichts im Zachäus-Haus

Hechingen / Ernst Klett 08.12.2018
Seit 24 Jahren gibt es das Zachäus-Haus. Dank der Unterstützung aus Europa ist es zu einem Selbstversorger geworden.

Afrika, das ist gewiss nicht ausschließlich Hunger, Armut und Krankheiten, Misswirtschaft und Korruption. Aber es hat triftige Gründe, warum ein beträchtlicher Prozentsatz des Kontinents auf der Flucht ist und viele Menschen ihr Heil in Europa suchen. Burundi, das Land im Osten Afrikas, macht keine Ausnahme. Vor zwei Jahren hatte der Nachfolgestaat von Belgisch-Kongo das weltweit drittniedrigste Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner.

Dass man es trotzdem aushalten kann in Burundi, beweisen Einrichtungen wie das Zachäus-Haus. Das im November 1994 in Betrieb genommene Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche geht auf die Initiative des Hechinger Afrika-Missionars Zachäus Knoll zurück. Der Weiße Vater hatte seit 1953 in Burundi gearbeitet und war 1987 gestorben. Die Verbindung zwischen Hechingen und Hohenzollern zu dem Heim in Gitega, der zweitgrößten Stadt des Elfeinhalb-Millionen-Einwohner-Landes, ist seit jeher eng und ergiebig. Dafür sorgt der Ausschuss „Mission Eine Welt“ der Katholischen Kirchengemeinde Hechingen mit Dr. Karl Heinz Schäfer und Monika Selig an der Spitze.

Gute Taten, die Zweite!

Die HZ hat nun zum zweiten Mal eine Weihnachtsaktion für das Zachäus-Haus. Dieses Mal werden die Leser von Gauselfingen bis Bad Imnau um Spenden gebeten für einen dringend benötigten Kleinlaster. Dessen Vorgänger hat den afrikanischen Straßenverhältnissen und dem ebenso schweren wie dauernden Einsatz nicht mehr standgehalten. Die Schwestern der burundischen Bene-Tereziya-Kongregation, die das Heim führen, brauchen das Fahrzeug insbesondere für die Selbstversorgung. Denn auch dank der Unterstützung aus dem Hohenzollerischen baut man im Herzen Afrikas erfolgreich Gemüse, Bananen und Ananas an. Das riesige Jakobsfeld zum Beispiel ist komplett mit Geldern aus Hechingen gekauft worden.

Die Liste der kleinen und großen Dinge, die mit Spenden aus dem Raum Hechingen beschafft worden sind, ist stattlich. Darauf stehen unter anderem die Mitfinanzierung des Studentenwohnheims, Prothesen und Gehhilfen für Kinder, Geräte zur physiotherapeutischen Behandlung (unterstützt durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg), eine solarbetriebene Pumpe für einen Brunnen, Wasserauffangbehälter, Matratzen, Bettwäsche, Moskitonetze, Nahrungsmittel, Unterrichtsmaterial – und die Mitfianzierung des bisherigen, im Jahr 2009 in Dienst gestellten Lastwagens, zu dem auch das katholische Hilfswerk Misereor seinen Teil beigetragen hat.

Eben dieses Fahrzeug ist nun zum drängendsten Problem des Zachäus-Hauses geworden: Es braucht unbedingt einen Nachfolger. Derzeit behelfen sich die Schwestern mit Anmieten, aber das geht furchtbar ins Geld. Also hofft man, dass die HZ-Leserinnen und HZ-Leser ein weiteres Mal für eine Weihnachtsüberraschung sorgen.

So können Sie das Zachäus-Haus unterstützen

Die Kontonummer Fleißige Spender kennen das Konto bei der Sparkasse bestimmt fast schon auswendig. Sie lautet: DE 20 6535 1260 0077 0400 00. Der BIC-Code: SOLADES1BAL. Als Stichwort fügen Sie bitte „Gute Taten“ an.

Die Bescheinigung Bis 200 Euro gilt die Überweisung als Spendenbeleg. Wer eine Bescheinigung braucht, sollte dies bitte vermerken. Dies gilt ebenso, wenn ihr Name als Spender in der HZ nicht aufgeführt werden soll.

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