Hechingen Oberstadt-Wünsche: Mehr Läden

Was gefällt den Bewohnern der Hechinger Oberstadt? Und was wünschen sie sich? Das wurde jetzt wissenschaftlich ermittelt.
Was gefällt den Bewohnern der Hechinger Oberstadt? Und was wünschen sie sich? Das wurde jetzt wissenschaftlich ermittelt. © Foto: Archiv
Hechingen / Hardy Kromer 08.06.2018
Was sich die Hechinger Oberstadtbewohner wünschen, wurde wissenschaftlich ermittelt. Jetzt liegen Ergebnisse vor.

„Was gefällt Ihnen an der Oberstadt?“ – „Alles.“ „Altstadtflair.“ „Ärzte und Apotheken vorhanden“. „Dass man die Burg sieht.“ „Fürstengarten, Villa Eugenia, Wochenmarkt“. Solche Antworten gab es zuhauf, als die Katholische Hochschule Freiburg im Auftrag der Stadt Hechingen und des Caritasverbandes die Haushalte der Oberstadt nach ihrer Wohnqualität befragte.

Noch umfangreicher ist aber der Katalog der Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge. Und so sprach Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, die dem Gemeinderat am Donnerstagabend die wesentlichen Ergebnisse der Studie vorstellte, von einem „klar geäußerten Wunsch nach einer besseren Lebensmittel- und Dienstleistungsversorgung sowie notwendigen Verbesserungen im Einzelhandel“. Dieser deutlich erkennbare Bedarf, so empfahl sie, sollte durch die Schaffung einer gut erreichbaren und barrierefreien Einkaufsmöglichkeit befriedigt werden. Das könnte in einem „Stadtteilzentrum“ geschehen. Diese Idee werde von den Haushalten, die sich an der Umfrage beteiligt haben, überwiegend positiv wahrgenommen, sagte die Sozialforscherin. Insgesamt haben 18 Prozent der angeschriebenen Haushalte geantwortet.

Straßen und Wege reparieren

Barrierefreiheit herzustellen, wo immer es geht, ist eine weitere Forderung, die sich aus den Ergebnissen klar ablesen lässt. Dazu zählen die Autoren der Studie ausdrücklich auch die Verbesserung der Straßen und Gehwege, die vielfach als desolat empfunden werden. Beispiel einer Wortmeldung: „kaputte Gehwege und Schlaglöcher in der Heiligkreuzstraße und der Zollernstraße“. Den Zustand der Verkehrswege zu verbessern, komme der Mobilität aller Generationen zugute, wird betont.

Vor allem aber den vielen älteren Menschen, die in der Oberstadt zu Hause sind. Für diese empfehlen Cornelia Kricheldorff und ihr Mitarbeiter Tjard de Vries mehr Angebote für Betreutes Wohnen und Pflegewohngruppen. Nur so könne der vielfach geäußerte Wunsch erfüllt werden, dass die älteren Menschen in ihrem Stadtteil alt werden und ihre soziale Kontakte aufrecht erhalten können. Der Stadtplanung wird nahegelegt, „auf einen guten Mix aus Wohnformen und Angeboten für alle Lebensalter“ zu achten. Beispielhafte Vorhaben seien Mehrgenerationenquartiere und Bürgertreffs, die Begegnungsmöglichkeiten im Quartier schaffen.