Hechingen Nur zum Tanzen fehlt ein bisschen die Lust

Hechingen / BERND ULLRICH 10.08.2012
Stretchlimousine und ein Handtuch für die - hoffentlich - Freudentränen: Die Stadt und der Tennisclub ließen es sich nicht nehmen, die Spielerinnen und deren Trainer ganz offiziell willkommen zu heißen.

Nach dem letzten Spiel am frühen Mittwochabend hatten die Spielerinnen noch ein wenig Gelegenheit, sich frisch zu machen. Einige der jungen Damen kamen in den Genuss, sich von Turnierdirektor Thomas Bürkle mit Chauffeur in einer Stretchlimousine vom Hotel abholen zu lassen. Ein Erlebnis, das sicher nicht zu den Alltäglichkeiten gehört und das genossen wurde.

Der Vorsitzende des TC Hechingen, Professor Ingo Hauffe, begrüßte die Spielerinnen, deren Begleitungen und die Gäste. Es habe gute Spiele gegeben - und man werde sicher noch weitere sehen, meinte er. Sein großer Dank ging an alle Helfer und Mitarbeiter. Mancher würde seinen Urlaub opfern und sich ehrenamtlich und unentgeltlich in den Dienst der Sache stellen. Diese Aussage wurde mit spontanem Beifall quittiert.

Es sei ihm aufgefallen, so Hauffe, dass die Helfer immer älter würden, dafür aber immer besser. Einen Sonderbeifall gab es für Turnierdirektor Gerhard Frommer, den unermüdlichen Motor der Turniere. Gesundheitlich angeschlagen, sei er dennoch jeden Tag präsent. Ebenfalls Dankesworte gingen an Turnierdirektor Thomas Bürkle, dem es immer wieder gelänge, hochrangige Spielerinnen nach Hechingen zu holen. Hauffe lachend: "Seine Beziehungen sind undurchschaubar, aber ungemein erfolgreich." Weitere Dankesworte fand der TC-Vorsitzende auch für die Sponsoren, die es ermöglichten, eines der größten Turniere dieser Klasse nach Süddeutschland zu holen.

Es gehe den Spielerinnen natürlich um Punkte und auch um Geld, aber auch um ein Wohlfühlen in Hechingen, konstatierte Klaus Conzelmann, Vertreter der Stadt. Er dankte den Spielerinnen für ihr Kommen und ihre Leistungen auf dem Platz und wünschte ihnen weiter viel Erfolg und einen angenehmen Aufenthalt in der Zollernstadt. Analog zu Aussage von Hauffe meinte Conzelmann: "Der Verein wird immer älter - und immer besser." Anschließend überreichte er einem sichtlich erfreuten Hauffe einen Scheck der Stadt über 2500 Euro für die Ladies Open und kommentierte dazu mit gespielter Ernsthaftigkeit: "Schließlich ist einmal im Jahr Hechingen das Zentrum des Tennissportes." Besonders gefreut haben dürfte seine Bemerkung: "Hechingen bleibt den Spielen treu."

Anschließend gab es das offensichtlich sehr begehrte "Hechingen-Towel", ein großes weißes Handtuch mit dem Emblem der Zollernstadt. "Weniger gedacht für Schweißtropfen, als vielmehr für Freudentränen", vermerkte Ingo Hauffe lachend. Nach einem warmen Büfett, das keine Wünsche in kulinarischer Hinsicht offen ließ, hätte getanzt werden können. An DJ Timo Ballestrin lag es wahrlich nicht, dass die Tanzfläche leer blieb. Sein Plattenrepertoire umfasst mehrere tausend Titel der verschiedensten Stilrichtungen und Musikwünschen kommt er gerne nach. Aber so richtig fand halt die Players Night nicht statt.

Ob es an der Jugendlichkeit der Spielerinnen, der anstrengenden Turniertage oder der wenig moderaten abendlichen Temperatur lag, lässt sich nicht feststellen. Doch wie die bisherige Erfahrung lehrt, kann das im nächsten Jahr schon wieder ganz anders sein. "Schaun wir mal."